Einen langen Atem, Ausdauer und Ehrgeiz hat der 43-jährige in seiner Karriere schon mehrmals bewiesen. Für Aufsehen sorgte Strasser unter anderem im Jahr 2018, als er in der Weltrekordzeit von 84 Tagen mit dem Rad die Strecke von Alaska nach Patagonien zurücklegte. Acht Jahre später und nach einer harten Zeit mit einem schweren Verkehrsunfall startet Strasser am Dienstag sein nächstes Projekt.
Bei „Seven Summits Austria“ wird er innerhalb weniger Tage den höchsten Berg jedes Bundeslandes besteigen und die Strecke dazwischen mit dem Rad zurücklegen. Das Ganze führt Strasser in der Kategorie „unsupported“ durch, er darf also keine fremde Hilfe annehmen und muss alles alleine transportieren und erledigen.
Die aktuelle Rekordzeit von vier Tagen und 15 Stunden wird Strasser nicht erreichen, denn die wurde damals mit Unterstützung geschafft. „Da waren 30 Personen beteiligt, die beim Transport der Ausrüstung geholfen haben. Das muss ich alles alleine machen, aber mein Ziel ist, möglichst nahe an die Rekordzeit heran zu kommen“, erklärt Strasser. Selbst das Anfeuern entlang der Strecke ist nicht erlaubt, weil das unter „mentalen Support“ fällt und verboten ist.
Strasser beginnt sein Projekt im Westen Österreichs
Die Tour beginnt am Dienstag in der Früh mit dem Anstieg auf den Piz Buin (Vorarlberg). Strassers Reise führt zwar durch alle neun Bundesländer, es sind aber nur sieben Berge zu bezwingen, weil der Großglockner im Grenzgebiet zwischen Tirol und Kärnten liegt und der Dachstein zwischen der Steiermark und Oberösterreich. Weitere Etappenziele sind der Großvenediger (Salzburg), Schneeberg (Niederösterreich), der Geschriebenstein (Burgenland) und zum Abschluss der Hermannskogel in Wien.
Die Bundeshauptstadt möchte Strasser am Samstag erreichen und dort mit seiner Familie und seinen Freunden feiern. „Darauf freue ich mich schon sehr. Mir ist wichtig, das Projekt alleine und ohne fremde Hilfe zu schaffen“, ist der Niederösterreicher motiviert. Strassers Fahrt ist über einen GPS-Livetracker jederzeit zu verfolgen.