Zu recht blicken die Veranstalter stolz auf ihr Projekt, das sie vor 25 Jahren begonnen haben und das sich mittlerweile zur etablierten Musikveranstaltung im Mostviertel entwickelt hat. Ein Transparent im Schlosspark erinnert schon vor Beginn der Konzertreihen am Freitag und Samstag an die Entwicklung des Festivals. Es zeigt alle 25 Festivalplakate von Beginn bis heute.
Das Festival wollte immer schon offen sein für alle – und nicht nur offen für Musik von allen Kontinenten, sondern auch offen für das Publikum. Die Gäste sollen sich eingeladen fühlen, nicht nur passiv zu lauschen, sondern aktiv mitzusingen und zu tanzen. Zum halbrunden Jubiläum in diesem Sommer wurde ein neues Mitmach-Angebot entwickelt: ein Open Choir.
Dabei lassen sich interessierte Gäste auf einen zweistündigen Workshop unter der Leitung der Musikerin und Komponistin Christina Kerschner ein, um ein mehrstimmiges Chor-Arrangement einzustudieren, das noch am selben Abend auf der Festivalbühne aufgeführt wird. Weiters gibt es Tanzworkshops für Kinder und einen Swing Dance Workshop „für alle Großen“.
Von australischer Ukulele bis Afro-Fusion aus Simbabwe
Der Freitag steht ganz im Zeichen des Jubiläums. Drei Bands, die das Publikum in den vergangenen 25 Jahren bereits begeistert haben, kehren nach Wieselburg zurück. Den Auftakt machen die Lokalmatadore „Die Tschechen“, die mit Witz, pointierten Texten und viel Bühnencharme für einen stimmungsvollen Festivalstart sorgen. Anschließend bringen „Mokoomba“ aus Simbabwe ihre mitreißende Mischung aus Afro-Fusion, Soul und traditionellen Einflüssen auf die Bühne. Den Abschluss bildet die US-französische Nu-Jazz-Band „Electro Deluxe“, deren kraftvoller Mix aus Funk, Soul und Jazz den Jubiläumsabend ausklingen lässt.
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Der Samstag zeigt die stilistische Bandbreite des Festivals. „Ukulele Death Squad“ überraschen mit virtuosem Ukulelenspiel, mehrstimmigem Gesang und viel Humor. „The Magic Mumble Jumble“ aus den Niederlanden bringen sonnigen Indie-Pop mit Folk- und Ska-Einflüssen nach Wieselburg.
Den Abschluss gestaltet „Count Basic“ rund um Peter Legat. Die Band zählt seit den 1990er-Jahren zu den prägenden Namen des europäischen Acid Jazz. „Dass Count Basic in der Originalbesetzung beim Jubiläumsfestival in Wieselburg auf der Bühne stehen wird, ist ein echtes Highlight. In dieser Formation ist die Band nur selten live zu erleben“, schwärmt Projektleiter Hubert Seiringer.
Lokale Initiative mit globalem Anspruch
Hinter dem Festival „hiesige & dosige“ steht die ehrenamtliche Kulturinitiative halle2. Projektleiter Hubert Seiringer empfindet nach 25 Jahren eine „große Dankbarkeit gegenüber allen, die das Festival über die Jahre mitgetragen haben, und gegenüber unserem Publikum“.
Ohne unzählige Freiwillige wäre diese Initiative – wie so viele andere im Kulturbereich – wohl nicht zu stemmen gewesen. Gudrun Vösenhuber, Obfrau von halle2, spricht von „einem großen Freundeskreis und vielen Freiwilligen“, die das Open-Air-Event Jahr für Jahr auf die Beine stellen.
175 Bands hat „hiesige & dosige“ seit seinem Bestehen bereits nach Wieselburg geholt. Für Projektleiter Seiringer sei das ein Zeichen dafür, „was mit Begeisterung und Zusammenhalt gemeinsam erreicht werden kann. Musik verbindet Menschen, schafft Lebenskultur und steht heute mehr denn je für Frieden in unserer Gesellschaft“.