Zu den Notfällen kommen laut EGS-Tierpflegerin Verena Vogt „täglich 20 bis 30 Hitzeopfer“, von denen viele stündlich gefüttert werden müssen. Darunter sind viele Jungvögel. „Dazu kommt die Dehydration: Zahlreiche Patienten kommen völlig entkräftet und ausgetrocknet bei uns an“, berichtete Vogt am Montag in einer Aussendung.
Betroffen seien Jungvögel, die den ungewöhnlich hohen Temperaturen in ihren Nestern entfliehen wollen und dabei herausfallen. „Einige können noch nicht fliegen. Diese sogenannten Nestlinge werden von ihren Vogeleltern am Boden dann nicht weitergefüttert“, sagte Vogt. Vögel schwitzen nicht, sondern hecheln stattdessen – jene mit weit geöffnetem Schnabel, schneller Atmung und abgespreizten Flügeln, die apathisch wirken, bräuchten auf jeden Fall Hilfe, teilte Vier Pfoten mit. Wer ein Hitzeopfer findet, sollte es so schnell wie möglich in eine Wildtierstation bringen.
Vogeltränken auf Äste hängen
„Die meisten Vögel trinken übrigens nicht klassisch, sondern nehmen Wasser durch Kopfneigung nach hinten auf“, erklärte Vogt. Wird Flüssigkeit direkt in den Schnabel eingeflößt, kann das zum Ersticken führen.
Wasser für Vögel und Gartentiere sollte in flachen Schalen im Schatten angeboten und täglich ausgetauscht werden. Als Landehilfe und oder Ausstiegsschutz dient ein rauer Stein in der Mitte. Vogeltränken werden idealerweise erhöht an einen Ast gehängt. Für Igel kann am Abend und in der Nacht eine Wasserschale am Boden hingestellt werden.