In Niederösterreich mussten im ersten Halbjahr 582 Unternehmen Insolvenz anmelden – um 5,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 550 Fällen, informiert der Kreditschutzverband Creditreform. Allein durch die Insolvenzen der Firmen Eitek und Mediashop waren fast 500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen.
Von einer Insolvenzwelle könne man angesichts der aktuellen Zahlen zwar nicht sprechen, sagte Gerhard Weinhofer, Geschäftsführer von Creditreform. Er sieht jedoch ein dauerhaft erhöhtes Insolvenzgeschehen. Viele Unternehmen würden weiterhin mit einer schwachen Nachfrage, hohen Personal- und Energiekosten sowie einer insgesamt angespannten Ertragslage kämpfen, so Weinhofer.
Rund 3.400 Firmen zahlungsunfähig
Die Zahl der Firmeninsolvenzen ist österreichweit im ersten Halbjahr leicht zurückgegangen. Das Niveau bleibt aus Sicht der Gläubigerschützer von Creditreform aber „historisch hoch“, Entwarnung könne nicht gegeben werden.