Die Ermittler der Polizei konnten den Brandherd zuletzt sukzessive eingrenzen. Demnach soll das Feuer durch Munitionsteile einer stillgelegten Fabrik ausgelöst worden sein, die Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengt wurde. „Bei dieser Sprengung soll phosphor-haltige Munition verstreut worden sein, die sich im Laufe der Jahrzehnte zersetzt hat, und dieser Phosphor tritt jetzt frei“, erklärt Polizeisprecher Stefan Loidl.

In Verbindung mit Sauerstoff sei es nun zu einer chemischen Reaktion gekommen, die ausgereicht hat, den Brand auszulösen. Diese Ursache wurde „mit sehr großer Wahrscheinlichkeit“ ermittelt, sagte Loidl auf Anfrage. Der in den Teilen enthaltene Phosphor soll sich in der Hitze selbst entzündet haben.

Helfer arbeiten sich Glutnest um Glutnest voran

Unterdessen waren am Freitag nach wie vor mehr als 200 Helfer bei den Nachlöscharbeiten im Einsatz. Glutnest um Glutnest arbeiten sie sich im Föhrenwald voran und löschen mit Löschrucksäcken – eine mühsame Arbeit, immerhin ist eine Fläche von 100 Hektar betroffen.

Donnerstagabend wurde der Wind wieder deutlich stärker, schilderte Bezirksfeuerwehrkommandant Mario Lukas: „Unsere Angst war, dass das wieder mehr entflammt, aber Gott sei Dank haben wir das gut gelöst. Es gibt kein Feuer mehr, sondern nur noch Glutnester, und wir schätzen, dass wir es sehr gut unter Kontrolle haben.“ In der Früh legte sich der Wind wieder.

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Löschhubschrauber nicht mehr benötigt

Nach einem Tausch der Einsatzkräfte in der Früh wurden die örtlichen Helfer von zwei Katastrophenhilfsdienstzügen sowie dem Sonderdienst Waldbrand unterstützt. Der Betrieb der Löschhubschrauber konnte mit 8.00 Uhr eingestellt werden. Die Bekämpfung der Glutnester wird voraussichtlich noch einige Tage dauern. Bis wann „Brand aus“ gegeben werden kann, sei derzeit noch offen – mehr dazu in Föhrenwald: Kein „Brand aus“ in Sicht (noe.ORF.at; 6.8.2026).

Die Feuerwehr appellierte an Schaulustige, sich vom Einsatzgebiet fernzuhalten: „Ihr gefährdet damit die Einsatzkräfte und euch selbst.“ In dem Gebiet seien tonnenschwere Feuerwehrfahrzeuge unterwegs, außerdem „sind die Föhren teilweise im Stamm durchgebrannt und können jederzeit umstürzen“, wurde gewarnt.

Sechs Verletzte

Der Brand war am Mittwochnachmittag ausgebrochen, in den Abendstunden konnte er unter Kontrolle gebracht werden. Mehr als 550 Feuerwehrmitglieder mit Dutzenden Fahrzeugen und mehrere Hubschrauber standen bei den Löscharbeiten im Einsatz. Durch die Trockenheit hatte sich der Brand schnell ausgebreitet.

Eine Herausforderung war laut Lukas bisher nicht nur der Wind, sondern auch fehlender Regen. Die Löschteiche im Föhrenwald sind leer, deshalb musste am Donnerstag ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet werden. Sechs Feuerwehrleute wurden bisher im Einsatz verletzt.