Derzeit sitzt ein 27-jähriger Steirer wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Er soll der 28-jährigen Frau, die er auf Facebook kennengelernt hatte, mit einer Kleinkaliberpistole dreimal in den Kopf geschossen haben. Über das Motiv und die genauen Umstände gab der Tatverdächtige seit seiner ersten Einvernahme bereits mehrere Versionen zu Protokoll.
Laut „Kronen Zeitung“ soll der 32-jährige Deutsche bei der Tötung der Frau dabei gewesen sein, geschossen habe aber der 27-jährige Steirer. Aus Angst vor ihm habe der 27-Jährige den angeblichen Mittäter aber erst nach Monaten erwähnt. Laut dem Medienbericht sollen die beiden geplant haben, die Frau in ihrer Wohnung auszurauben.
Lokalaugenschein in der Wohnung
Der 32-Jährige soll nun wegen möglicher Beihilfe international zur Verhaftung ausgeschrieben worden sein. Das bestätigt auch die Anwältin des Hauptverdächtigen, Astrid Wagner, gegenüber noe.ORF.at. Seit gut zehn Tagen werde gegen den möglichen Komplizen ermittelt. Bei der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt selbst wollte man das aus ermittlungstaktischen Gründen aber weder bestätigen noch dementieren. Vergangene Woche fand am Tatort ein gerichtlich angeordneter Lokalaugenschein statt.
Die Eltern hatten die leblose 28-Jährige am 14. Mai in deren Wohnung entdeckt, rund um diesen Tag dürfte laut ersten Erkenntnissen auch der Tatzeitpunkt liegen. Zunächst war bei den Ermittlungen auch ein Sturz als Todesursache infrage gekommen. Die Obduktion ergab aber, dass die Frau erschossen wurde. Als Motiv galt laut seinem damaligen Anwalt eine Kränkung des Mannes durch die Frau.