Wie eine Sprecherin des Landesgerichts Korneuburg gegenüber noe.ORF.at am Montag mitteilte, wurde die Verhandlung wegen der Durchführung einer Diversion auf unbestimmte Zeit vertagt.

Demnach muss der 16-Jährige innerhalb von sechs Monaten 100 Stunden gemeinnützige Leistungen erbringen, dann werde das Verfahren eingestellt. Zusätzlich sollen sich der 16-Jährige und der 15-Jährige bereits vor Verhandlungsbeginn außergerichtlich zur Zahlung von 2.500 Euro zur Schadenswiedergutmachung geeinigt haben, wie es vom Gericht hieß.

Der 16-Jährige soll von Anfang September 2025 bis Ende April 2026 etwa im Bezirk Gänserndorf bei einer Vielzahl von Angriffen seinen 15-jährigen Mitschüler, wiederholt gefährlich mit dem Körperverletzung bzw. Umbringen bedroht haben. Dabei soll er das Opfer auch gewürgt haben.

Alkoholkonsum bis zur Bewusstlosigkeit

Weiters wurde dem 16-Jährigen vorgeworfen, seinen Mitschüler über längere Zeit durch Drohungen zur Übergabe von Nahrungsmitteln, diverser anderer Gegenstände und Bargeld genötigt zu haben. Abgesehen davon soll der 16-Jährige das Opfer sexuell genötigt haben.

Bei einem Schulausflug habe er das Opfer auch zum Kauf einer Flasche hochprozentigen Alkohols und zu deren großteiligen Verzehr genötigt. Dadurch soll das Opfer eine Alkoholisierung von mehr als einem Promille erlitten haben und sich in der Folge übergeben haben. Später verlor es das Bewusstsein.

Die Anklage lautete auf Erpressung, geschlechtliche Nötigung, Nötigung, Delikte im Zusammenhang mit bildlichem sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial und bildlicher sexualbezogener Darstellungen minderjähriger Personen sowie vorsätzlicher Körperverletzung.