Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat ein chemisches Gutachten zur Analyse von Blut- und Harnproben und ein psychiatrisches Gutachten über den 18-Jährigen in Auftrag gegeben, teilte Sprecher Josef Mechtler am Montag auf Anfrage zu Medienberichten mit.

Die Ermittlungen zum Motiv seien derweil weiter im Gange. Im Raum steht ein Hassverbrechen aufgrund der vom Tatverdächtigen angenommenen homosexuellen Orientierung des Opfers. Der 18-Jährige soll bei der Tat unter dem Einfluss von Drogen gestanden sein, sagte seine Rechtsvertreterin Astrid Wagner auf APA-Anfrage. Es sei „viel Ecstasy“ im Spiel gewesen. Wagner ging von einer „Ausnahmetat infolge von Drogenkonsum“ aus. „Die Zurechnungsfähigkeit war möglicherweise aufgehoben“, mutmaßte Wagner.

Obduktion ergab „massive Gewalteinwirkung“ auf Hals

Der 18-Jährige hatte sich bei den Einvernahmen im Landeskriminalamt geständig gezeigt, hieß es seitens der Polizei. Als Todesursache wurde im Rahmen des vorläufigen Obduktionsergebnisses „massive Gewalteinwirkung auf den Hals sowie ein stumpfes Schädel-Hirn-, Brustkorb- und Bauchtrauma“ festgestellt, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. „Hinweise auf allfällige Mittäter liegen derzeit keine vor“, hielt er weiters fest.