Mitte Juli beschwerten sich Nachbarn über Verwesungsgeruch aus einem Schweinemastbetrieb. Die Polizei rückte gemeinsam mit der Amtstierärztin an, wie auch die „Kronen Zeitung“ berichtete. Das Bild, das sich ihnen bot, war grausam. „Dort wurde festgestellt, dass 400 Schweine verendet waren. 88 Tiere waren am Leben, diese wurden dann auf umliegende Höfe aufgeteilt“, schildert Polizeisprecher Johann Baumschlager gegenüber noe.ORF.at.

Der Landwirt dürfte psychische Probleme gehabt haben und mit den Tieren überfordert gewesen sein. „Er hat schon seit geraumer Zeit keine Fütterungen mehr durchgeführt. Er war auch in psychologischer Behandlung“, so Baumschlager.

Polizei geht von noch mehr toten Tieren aus

Von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Amstetten heißt es auf Anfrage von noe.ORF.at, man prüfe nun die Konsequenzen. „Wir gehen davon aus, dass die Anzahl der verendeten Tiere höher sein wird“, sagt Baumschlager. Die Ermittlungen laufen. Der Bauer wird der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt. Der Betrieb wurde laut Polizei behördlich geschlossen.