Bei diesen „Tagen für zeitgenössische Theaterunterhaltung“ begegnen einander die beiden Begriffe Schuld und Schönheit als Gegensatzpaar. Rund 130 Veranstaltungen rücken in den künstlerischen Fokus: Aufführungen, auch Erst- und Uraufführungen, szenische Lesungen, Hörspiele & Diskussionen finden im Herrenseetheater, im Theaterhaus MOMENT, im BRAUHAUSstadl, in der freien Natur und an außergewöhnlichen Orten in und um Litschau statt.
„Wir spielen in einem Waschsalon, in einer alten Bäckerei, in einer Tankstelle oder in einer Bar. Ich habe sogar schon mal im Schlachtraum einer Fleischerei gespielt“, sagte Katharina Stemberger, Schauspielerin und künstlerische Spartenleiterin „Theater“ beim Festival in Litschau.
Das Motto erklärte sie so: „Wir verstehen dieses Festival auch als ein ‚sich-Umschauen‘. Und wenn man sich in der Welt so umschaut, dann entdeckt man sehr viel Schönheit, aber auch viel Schuld. Und wenn ich noch etwas ergänzen darf: sehr viel Irrsinn.“
Internationale Studierende treten auf
Internationale junge Künstler und Künstlerinnen können sich bei dem Festival präsentieren, freute sich Festivalleiter Zeno Stanek: „Wir arbeiten mit der ‚Musik und Kunst‘ Universität in Wien, mit dem Max Reinhardt-Seminar, der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und heuer zum ersten Mal mit dem Bruckner-Konservatorium in Linz zusammen.“
„Genauso divers wie das Theaterprogramm ist auch die Musikleiste, die jeweils am Abend stattfindet. Wir werden das vielleicht manchmal erschöpfte Theaterpublikum entspannend in die Nacht begleiten“, sagte die Singer-Songwriterin Sigrid Horn aus dem Mostviertel, die für das Musikprogramm verantwortlich ist. Sie wird gemeinsam mit der Composer in Residence Flora Geißelbrecht einen ganz speziellen und einzigartigen Musikabend gestalten. Das Festival läuft noch bis onntag, den 16. August in Litschau.