Mit der Schau, die noch bis 8. November geöffnet ist, findet erstmals eine Landesausstellung in einer Klinik während des laufenden Betriebs statt. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Erinnerung an die Opfer der NS-Medizinverbrechen. „Die Besucherzahlen zeigen, dass wir mit dem Thema psychische Gesundheit einen Nerv der Zeit getroffen haben“, so Armin Laussegger, wissenschaftlicher Leiter der NÖ Landesausstellungen.

Als 100.000. Gast wurde am Mittwochnachmittag Renate Pöchhacker aus Neuhofen an der Ybbs (Bezirk Amstetten) begrüßt, die mit ihrer Tochter Marie die Schau im Mostviertel besuchte, wurde am Donnerstag mitgeteilt.

Mehr als 200.000 Gäste bei Umfeldprojekten

„100.000 Besucherinnen und Besucher sind ein starkes Zeichen und ein großer Erfolg für unsere NÖ Landesausstellung 2026“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Die Zahl zeige: „Das Thema psychische Gesundheit bewegt die Menschen. Und genau das wollen wir mit dieser Landesausstellung erreichen – hinschauen, darüber reden und dazu beitragen, psychische Erkrankungen aus der Tabuzone und in die Mitte der Gesellschaft zu holen.“

Gleichzeitig werde Tourismus, Kultur und regionale Wertschöpfung nachhaltig gestärkt. Die sieben Umfeldprojekte der Landesausstellung verzeichneten insgesamt mehr als 200.000 Gäste. Allein im Tierpark Haag (Bezirk Amstetten), wo eine Birnerlebniswelt und ein Indoorspielplatz entstanden, waren es heuer rund 188.000 Besucherinnen und Besucher. Das sind um zehn Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.