Seit dem Baustart im Februar wurde der Landtagssaal vollständig entkernt. Die bisherige Besuchertribüne wurde abgerissen und eine neue Tribüne errichtet. Zudem wurden auf beiden Ebenen neue Zugänge geschaffen. Im Juli wurden für die Arbeiten an der Fassade rund 50 jeweils etwa 300 Kilogramm schwere Glaselemente entfernt. Aktuell wird an der neuen Fassade, der Heiz- und Kühldecke sowie an den Sanitärbereichen gearbeitet.
Ein zentraler Aspekt bei den Umbauarbeiten ist die Barrierefreiheit, wird betont. „Barrierefreiheit ist nicht nur eine Notwendigkeit für Einzelne, sie macht den Saal für alle offener, freundlicher und uns im Umgang miteinander insgesamt vielleicht auch achtsamer“, sagte Landtagspräsident Karl Wilfing (ÖVP) bei einer Baustellenbesichtigung am Donnerstag.
Auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hob die Bedeutung der Barrierefreiheit hervor: „Mit diesem Umbau schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass der zentrale Ort der demokratischen Debatte in Niederösterreich auch in Zukunft für alle Menschen zugänglich, modern ausgestattet und seiner besonderen Bedeutung entsprechend gestaltet ist.“
Aus altem Sessel-Leder werden Laptoptaschen
Die Abgeordnetensessel werden neu bezogen, das alte Leder wird weiterverarbeitet. Aus dem rund 30 Jahre alten Leder werden Stifteetuis und Laptoptaschen hergestellt. Die Produkte werden den Landtagsabgeordneten zur Verfügung gestellt und auch als Geschenke verwendet – mehr dazu in Altes Leder des Landtags wird zu neuen Produkten (noe.ORF.at; 16.7.2026).
Bis zur Rückkehr in den sanierten Sitzungssaal im September 2027 dient der Leopoldsaal im Erdgeschoß des St. Pöltner Landhauses als Ausweichquartier. Die letzte Sitzung dort ist für Juni bzw. Juli 2027 vorgesehen.