Das Burgenland will die angekündigte Benützungsgebühr für den Schwerverkehr auf Landesstraßen mit Jahresbeginn 2027 umsetzen. Zu Beginn wird die Lkw-Maut auf drei Strecken eingehoben. Die Jahresvignette soll zwischen 650 und 1.000 Euro kosten – mehr dazu in Lkw-Maut startet 2027 auf drei Landesstraßen (noe.ORF.at; 13.8.2026).
Diese Pläne würden laut Wirtschaftskammer Niederösterreich „nicht nur den Transitverkehr treffen, sondern entlang der gesamten Lieferkette zusätzliche Kosten verursachen“, heißt es in einer Aussendung am Samstag.
Eine zusätzliche Maut verteuere nicht nur den Transport, sondern die gesamte Versorgungskette, in die Händler, Handwerker, Produzenten, Dienstleister sowie die Konsumenten eingebunden sind. „Wer Transporte verteuert, verteuert auch die Produkte in den Regalen. Besonders im ländlichen Raum darf Versorgungssicherheit nicht durch immer neue Gebühren erschwert werden“, pocht der Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Wolfgang Ecker.
Auch Schulfahrten und Vereine betroffen
Mehr als 80 Prozent der transportierten Ware werde nicht weiter als 80 Kilometer befördert. Auch niederösterreichische Betriebe, die im Burgenland Kunden beliefern, Baustellen versorgen oder Dienstleistungen erbringen, wären von der Gebühr betroffen, heißt es in der Aussendung weiter. Gleiches gelte für Busunternehmen und damit für Schulfahrten, Vereinsausflüge und Exkursionen.
Ecker appelliert an den burgenländischen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) und die burgenländische Landesregierung, „die Begutachtungsphase für ein Einlenken zu nutzen und die Pläne zurückzunehmen“.