„Wir haben das im Griff. Es schaut super aus“, erläuterte Patrik Lechner vom Bezirksfeuerwehrkommando am Sonntag auf APA-Anfrage. Die Nachlöscharbeiten waren weiterhin voll im Gang und auch Kontrollfahrten über die abgebrannten Flächen wurden durchgeführt. Bis zum endgültigen „Brand aus“ werde es aber wohl noch einige Tage dauern.
Im Einsatz waren aber nur noch die örtlichen Feuerwehren, sagte Lechner. Die zur Unterstützung hinzugezogenen Einheiten konnten wie geplant am Samstagabend abziehen, nachdem um 18.00 Uhr bereits der Bezirksführungsstab aufgelöst worden war. Betroffen waren von dem Feuer insgesamt rund 64 Hektar.
Einsatz läuft seit Freitagmittag
Der Großbrand im Föhrenwald war Freitagmittag ausgebrochen und hatte einen Großeinsatz mit über 830 Feuerwehrmitgliedern und elf Hubschraubern erforderlich gemacht. Die Katastralgemeinde Neusiedl wurde kurzzeitig evakuiert, weil sich die Flammen in Richtung der Wohnhäuser ausbreiteten. Die rund 250 Betroffenen konnten aber noch am selben Abend wieder zurück nach Hause, nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht wurde – mehr dazu in Brand im Föhrenwald: Feuer reichte bis zum Gartenzaun (noe.ORF.at; 15.8.2026).
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Fünf Einsatzkräfte mussten medizinisch an Ort und Stelle versorgt werden. Die Ursache für das Feuer stand vorerst nicht fest. Betroffen war ein anderes Gebiet als beim Brand in der Vorwoche, der sich auf rund 100 Hektar ausgedehnt hatte. Dieser soll laut Polizei durch Phosphor in Munitionsteilen einer Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengten Fabrik ausgelöst worden sein. Das Feuer zählt zu den größten in Niederösterreich in den vergangenen Jahren.
Oldtimer-Brand bedrohte Wald
Neben dem Großbrand im Föhrenwald beschäftigten am Wochenende zahlreiche kleinere Waldbrände die Feuerwehren in ganz Österreich. In Waidhofen an der Ybbs wurden die Einsatzkräfte etwa während der Anfahrt zu einem Oldtimer-Brand auf ein Feuer in der Nähe aufmerksam, das über einen Radweg auf einen angrenzenden, ausgetrockneten Wald überzugreifen drohte. Die Feuerwehren konnten die Flammen jedoch rasch unter Kontrolle bringen.
Bei einem Waldbrand zwischen Neudörfl und Pöttsching (Bezirk Mattersburg) war am Samstag ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. Die Feuerwehrleute, die zum Teil aus Niederösterreich kamen und bereits zur Brandbekämpfung vor Ort waren, wurden umgehend aus dem Gefahrenbereich abgezogen, die Löscharbeiten aus sicherer Entfernung fortgesetzt – mehr dazu in Kriegsrelikt bei Waldbrand explodiert (burgenland.ORF.at; 16.8.2026).
In Tirol brannte am Samstag eine kleine Fläche im Großhanserwald bei Steeg (Bezirk Reutte). Sechs Feuerwehren bekämpften dort rund drei Stunden lang die Flammen. Auch ein Polizeihubschrauber kam aufgrund der schwer zugänglichen Lage zum Einsatz.