Der Entminungsdienst des Bundesheeres ist bereits im Einsatz. Die Sperre rund um den Nussensee könnte laut Bezirkshauptmann Alois Lanz mehrere Tage dauern, weil der gesamte See untersucht werden soll. Anschließend soll das ganze Material entsorgt werden.
„Der Entminungsdienst schaut, dass die Gefahr dann nicht mehr vorhanden ist“, sagte der Bezirkshauptmann. Gefunden wurden unter anderem etwa 200 kg Munitions-, Zünd- und Sprengmaterial. Außerdem wurden zwei Stück 1-kg-TNT-Sprengsätze freigelegt und durch den Entminungsdienst gesichert.
Handhabungssicheres Kriegsmaterial
Der Entminungsdienst des Bundesheeres geht davon aus, dass das gefundene Kriegsmaterial abtransportiert werden kann, so Leiter Wolfgang Korner. „Gefährlich wird das Material nur in Kombination mit Sprengstoff. Der ist zwar auch gefunden worden, aber nur in geringen Mengen.“
Relikte kamen wegen Trockenheit an die Oberfläche
Die Relikte wurden am Samstagabend von Besuchern entdeckt und bei der Polizei gemeldet. Der Pegelstand des Sees ist wegen der anhaltenden Trockenheit so niedrig, dass die Kriegsrelikte zum Vorschein kamen. „Es wird erwartet, dass der Pegel – nachdem Niederschlag weiterhin ausbleibt – weiter sinkt, dann könnten womöglich weitere Relikte zum Vorschein kommen“, so Lanz.
Vorerst ist das Betreten des Uferbereichs des Nussensees sowie das Begehen des Rundwegs verboten. Auch die Bewohner und Wanderer rund um den See sind bereits informiert worden, so die Bad Ischler Bürgermeisterin Ines Schiller (SPÖ).
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Nussensee derzeit extrem ausgetrocknet
Aus der Geschichte wisse man bereits, dass besonders während des Zweiten Weltkrieges im Nussensee Kriegsmaterial versteckt wurde, so die Bürgermeisterin. „Wenn der See aber normal gefüllt ist, dann kommt man ja beim Schwimmen nicht auf den Boden. Aber so ausgetrocknet wie derzeit habe ich den Nussensee noch nie erlebt.“ Viele Meter Wasser würden fehlen, es müsste etwa zwei Wochen durchregnen, bis sich der See wieder füllen würde.