In Peilstein im Mühlkreis wagte sich ein Wolf bis etwa 30 Meter an ein kleines Gehöft heran. Ein Landwirt konnte das Tier mit lautem Gestikulieren vertreiben. In Ottenschlag vertrieb eine Landwirtin mit Schreien und sich „Groß machen“ einen Wolf, der sich bis auf vier Meter an ihre Landwirtschaft herangewagt hatte.

Abschuss bei weiteren Vergrämungen möglich

„Die Wölfe könnten auf Futtersuche gewesen sein“, so die Vermutung des Wolfsbeauftragten des Landes Oberösterreich, Philipp Engleder-Öhler. Er geht in beiden Fällen von Jungtieren aus, die jetzt ihre Rudel verlassen müssen. Kommt es in den kommenden vier Wochen zu einer weiteren Vergrämung, könnten die Tiere zum Abschuss freigegeben werden.

In beiden Fällen wurde die Jägerschaft verständigt. Den Jägern ist aber seither nichts Außergewöhnliches aufgefallen. Auch Nutztierrisse gab es bisher nicht. Der Wolfsbeauftragte führt dies auf verbesserte Herdenschutzmaßnahmen zurück. Bessere und höhere Zäune, die vermehrt auch elektrifiziert sind, können Wölfe abhalten, eine Weide zu betreten.

Bis zu 40 Wölfe in ganz Oberösterreich

Derzeit geht das Wolfsmonitoring des Landes Oberösterreich von 30 bis 40 Wölfen im gesamten Bundesland aus. Im Grenzgebiet zu Niederösterreich sind derzeit drei aktive Wolfsrudel bekannt, ein weiteres dürfte sich im Norden im Böhmerwald befinden.