Es sei kein zündfähiges Material mehr im Nussensee gefunden worden, so Werner Tobisch vom Entminungsdienst. „Das lässt sich so erklären, dass früher auch die Munition getrennt von den mechanischen Teilen einer Waffe an die Front geliefert wurde. Erst dort wurden die Teile zusammengebaut.“ Die gefundene Munition sei als „handhabungssicher“ eingestuft worden, so Tobisch.

Weiteres Kriegsmaterial gefunden

Am Montag wurden weitere 22 Kilogramm Kriegsmaterial gefunden, davon ging jedoch keine Gefahr aus. Damit sei die Suche vorerst für den Entminungsdienst abgeschlossen. Dennoch appellieren die Fachleute weiterhin zur Vorsicht. Denn es könne sein, dass noch nicht alles an die Oberfläche gekommen sei. Durch die anhaltende Trockenheit könne sich der Nussensee noch weiter zurückziehen. „Werden noch weitere Kriegsrelikte gefunden, dann bitte unbedingt liegen lassen und nicht berühren. Der Fund sollte sofort bei der nächsten Polizeiinspektion gemeldet werden, die Beamten werden sich dann darum kümmern“, so Tobisch vom Entminungsdienst.

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Auch laut Bezirkshauptmann Alois Lanz sei die Gefahr gebannt: „Der Spezialdienst war hier, alles ist fachgerecht entsorgt worden.“ Ob das tatsächlich die letzten Kriegsrelikte waren, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Nussensee versenkt worden waren, könne niemand sagen.

Wanderer fanden die Kriegsrelikte

Aufgrund der Trockenheit entdeckten Besucher die Kriegsrelikte und meldeten den Fund der Polizei. Vorübergehend war das Betreten des Uferbereichs des Nussensees sowie das Begehen des Rundwegs verboten. Auch Bewohner rund um den See wurden informiert.