Der Waldbrand in Unterlaussa im Gemeindegebiet von Weyer beschäftigt die Einsatzkräfte auch am Freitag.

Nachdem am Donnerstag elf Feuerwehren aus Oberösterreich und der Steiermark alarmiert worden waren, dauern die Nachlöscharbeiten weiterhin an. Rund 70 Feuerwehrleute stehen derzeit gemeinsam mit Polizei, Bergrettung und Flugrettern im Einsatz.

Glutnester flammten in der Nacht immer wieder auf

Allein in der Nacht mussten die Einsatzkräfte 15 Mal aufflammende Glutnester ablöschen. Am Freitagvormittag wurde das Brandgebiet mit Drohnen kontrolliert, um weitere Glutnester aufzuspüren. Laut dem Bezirksfeuerwehrkommandanten von Steyr-Land, Wolfgang Mayr, hat sich die Lage gegen Mittag aber etwas entspannt. Bereits am Donnerstag waren rund 150 Feuerwehrleute bei dem Feuer im Einsatz.

Das Feuer hatte sich auf einer Fläche von rund einem halben Hektar ausgebreitet. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, weil sich der Brand bis in steiles und unwegsames Gelände ausgedehnt hatte. Rund 15 Mal stand auch ein Löschhubschrauber im Einsatz.

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Arbeit im Steilgelände besonders gefährlich

Die Feuerwehrleute mussten sich im steilen Gelände mit Unterstützung der Bergrettung sichern. Teilweise falle das Gelände über 200 bis 300 Meter steil ab, schilderte Mayr. Das mache die Löscharbeiten besonders gefährlich und körperlich äußerst anstrengend.

Blitzschlag als mögliche Brandursache

Um den Einsatz bestmöglich zu koordinieren, wurden zwei Einsatzstellen eingerichtet – eine im Tal und eine direkt am Berg. Feuerwehren aus Oberösterreich und der Steiermark arbeiten dabei gemeinsam mit Polizei, Bergrettung und Flugrettern eng zusammen. Laut Mayr erleichtert vor allem der Digitalfunk die Abstimmung zwischen den Organisationen erheblich.

Die Suche nach der Brandursache läuft bereits auf Hochtouren. „Unsere Vermutung ist, dass es vor rund 14 Tagen, beim letzten großen Gewitter ein Blitzschlag war und dort quasi den Boden entfacht hat. Mit Verzögerung könnte das jetzt als offenes Feuer an die Oberfläche getreten sein“, sagt Mayr.

Pendelverkehr für Wasserversorgung eingerichtet

Für die Wasserversorgung war bereits am Donnerstag wegen der langen Forststraßen ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet worden.

Auch die Versorgung der Einsatzkräfte stellt eine Herausforderung dar, da Material und Mannschaften über weite Strecken ins Einsatzgebiet gebracht werden müssen. Wie lange die Nachlöscharbeiten noch andauern werden, ist laut Feuerwehr derzeit noch nicht abschätzbar.