Die Temperaturen steigen an immer mehr Tagen über 30 Grad und sinken in den Nächten nicht unter 20 Grad: Die Zahl der Hitzetage und Tropennächte nimmt zu, wie die Messdaten belegen. „Wenn Klimaschutz nicht effektiv greift und schneller passiert, wird dieser Trend weitergehen“, so Johannes Horak. Der studierte Atmosphärenwissenschafter und Physiker leitet seit 2020 die Linzer Stadtklimatologie.

Früher betrieb die Landeshauptstadt sechs eigene Messstellen. 50 kleine Messstationen wurden jetzt zusätzlich installiert und bilden ein Mikroklima-Messnetz.

Budget effizient einsetzen

Die damit gewonnenen Daten liefern die Grundlagen für Maßnahmen gegen die Hitze, wie das gezielte Pflanzen von Bäumen. „Wo wäre es sinnvoll, welche Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen? Wenn ich wenig Budget habe, muss ich umso genauer schauen, wo ich es effizient einsetze.“

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Platz für Hitzeschutz

Ob Bäume, Wasser- und Nebelspiele oder technische Verschattungen: Maßnahmen gegen die Hitze benötigen Platz, so der Leiter der Linzer Stadtklimatologie. „Doch der öffentliche Raum ist limitiert. Unsere fachliche Empfehlung ist klar: Für diese Maßnahmen muss Platz im öffentlichen Raum geschaffen werden. Die Entscheidung trifft dann die Politik.“

Lebensqualität erhöhen

Ob die Bevölkerung gut geschützt ist, sei relativ einfach zu merken, so Johannes Horak: „Nämlich daran, dass man im Sommer nicht aus der Stadt flüchten will, sondern auch untertags kühle Orte aufsuchen kann.“ Ziel sei es, die Lebensqualität in der Stadt durch diese Maßnahmen zu erhöhen.