Denn der medizinische Einsatz in der Luft gestaltet sich für die Flugretter durchaus schwierig. „Man muss dabei vor allem taktischer denken als bei einem normalen Rettungseinsatz“, so Nikolaus Meindl, Intensivmediziner und Flieger-Notarzt aus Altmünster. „Bereits vor dem Flug muss der Patient entsprechend vorbereitet werden, um die Flugminuten gut zu überstehen – im Hubschrauber hat man dafür nachher keinen Platz und auch keine Zeit mehr“, so Meindl.

Trotz der intensiven Ausbildung für ihre Tätigkeit in der Luft und des Stress-Tests gibt es bei den Flugrettern keine Nachwuchsprobleme – obwohl der Dienst neben dem Job im Krankenhaus absolviert werden muss.

Vor allem das Zusammenspiel zwischen Flugretter und Pilot sei entscheidend, betonte Flug-Notarzt Christian Dopler. „Da muss man ein Teamplayer sein, denn man arbeitet schon unter sehr stressigen Bedingungen.“

Mit 250 Nachtflügen wird gerechnet

Insgesamt 2.654 Mal hoben die Hubschrauber des Christophorus-Flugrettungsvereins in Oberösterreich im Jahr 2025 ab – und zwar tagsüber. Ab Herbst soll beim Standort Suben der 24/7-Rettungshubschrauber stationiert werden. Man geht davon aus, dass dann auch nachts etwa 250 Einsätze dazukommen werden.