Die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen (AÖV) hat das Passagier- und Frachtaufkommen an den Airports in Österreich veröffentlicht. Die Zahlen zeigten einen weiteren Rückschlag für den angeschlagenen Flughafen Linz: Zwischen Jänner und Juni wurden fast 17.000 Passagiere weniger registriert als im Vergleichszeitraum des Jahres 2025.
Auch österreichweit weniger Flugreisen
Doch nicht nur Linz verzeichnete ein Minus – Österreichweit ist die Zahl der Flugreisenden im ersten Halbjahr um 2,6 Prozent auf rund 16,4 Millionen zurückgegangen. Als Grund nennt die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen geopolitische Verwerfungen.
Besonders stark betroffen waren neben Linz auch die Flughäfen in Klagenfurt und Wien. In Klagenfurt ging die Zahl der Passagiere um 14,4 Prozent auf knapp 79.000 zurück. Der Flughafen Wien verzeichnete ein Minus von 3,2 Prozent und damit rund 14,7 Millionen Reisende.
Flughäfen fordern bessere Bedingungen
Andere Flughäfen konnten hingegen zulegen. Salzburg verzeichnete mit knapp 936.000 Passagieren ein Plus von 2,8 Prozent. In Innsbruck stieg die Zahl der Reisenden um 4,2 Prozent auf rund 657.000. Der Flughafen Graz blieb mit gut 366.000 Passagieren etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen sieht Österreichs Luftfahrtstandort zunehmend unter Druck und fordert unter anderem bessere Wettbewerbsbedingungen gegenüber anderen europäischen Standorten. Etwa der Flughafen Bratislava nahe Wien wuchs zuletzt vornehmlich mit Billigfliegern, die die Bundeshauptstadt teils verlassen haben.
„Frankfurt-Shuttle nicht beschworener Wunderflieger“
Die Grünen Oberösterreich drängen auf eine Strategie für den Airport Linz. „Ohne Gegensteuern wird es bei dieser Entwicklung langsam duster am Flughafen. Dass das Frankfurt-Shuttle nicht der beschworene Wunderflieger ist und keine Strategie ersetzt, sollte schön langsam allen klar sein“, so der Grüne Klubobmann Severin Mayr.