Selbst Gemeinden direkt am Traunsee bekommen die Folgen der anhaltenden Trockenheit zu spüren. Ohne die Unterstützung der Nachbargemeinde Altmünster könnte Traunkirchen (Bezirk Gmunden) seine Haushalte derzeit nicht mehr ausreichend mit Trinkwasser versorgen. Das Wasser stammt dort aus Quellen, deren Schüttung kontinuierlich zurückgeht.
Rund die Hälfte des benötigten Trinkwassers liefert inzwischen Altmünster. Auch dort ruft der Bürgermeister zum Wassersparen auf, damit die Reserven möglichst lange ausreichen.
Altmünster sucht derzeit nach Lösungen, um die Gemeinde langfristig besser gegen Trockenheit abzusichern. Derzeit wird ein neuer Hochbehälter gebaut, der mit einem Fassungsvermögen von 2.000 Kubikmetern einen Tagesvorrat speichern kann, sagte Bürgermeister Martin Pelzer (ÖVP). Der neue Hochbehälter soll Bedarfsspitzen abdecken und wird voraussichtlich aber erst Ende Sommer 2027 fertiggestellt.
Regen kann derzeit kaum versickern
Der Traunkirchner Geologe Peter Baumgartner sagte, dass inzwischen auch einzelnen Privathaushalten in vielen Teilen Oberösterreichs das Wasser ausgeht. Betroffen seien vor allem Häuser, deren Grundwasserbrunnen nicht tief genug sind und die ihr Wasser aus Quellen beziehen. Das betreffe auch Gemeinden, deren Wasserversorgung ähnlich aufgebaut sei.
Wegen der ausgetrockneten Böden könne Regen derzeit kaum versickern. Stattdessen fließe das Wasser oberflächlich ab.
Aus Altmünster hieß es, es brauche zumindest zwei Wochen mit ergiebigen Regenfällen, um das auszugleichen, was heuer an Wasser fehle. Baumgartner sagte, dass die derzeit häufigen kurzen Niederschläge und lokalen Starkregenereignisse kaum einen Effekt hätten. Aufgrund der Dürre werde es zudem dauern, bis die Sickerwege im Untergrund wieder anspringen und das Wasser dort ankomme, wo es nachhaltig gebraucht werde.