Alleine im Kepler Universitätsklinikum in Linz wurden bereits sechs Patientinnen und Patienten behandelt, teilweise sogar auf der Intensivstation. Auch aus anderen Spitälern wird der Bericht in der „Kronen Zeitung“ vom Dienstag bestätigt.

Besonders gefährdet sind ältere Personen und jene mit Grunderkrankungen, sagt Rainer Gattringer, Infektiologe und ärztlicher Leiter des Klinikums Wels-Grieskirchen.

Untersuchungen von Magistrat und AGES laufen

Die zuständige Behörde des Magistrats Linz überprüft derzeit die Infektionsfälle, unterstützt durch die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Es werden alle verfügbaren Informationen erhoben, um mögliche zusammenhänge zwischen den einzelnen Fällen zu identifizieren. Parallel werden Untersuchungen möglicher Infektionsquellen durchgeführt. Es wurden bereits Proben gezogen, darunter auch Wasserproben aus Kühltürmen.

Verbreitung durch Warmwasser

Grundsätzlich müsse man bei den Fällen jedoch unterscheiden, ob die Legionellen während eines Aufenthalts im Ausland in den Körper gelangt sind oder erst im Inland. „Wenn der Patient oder die Patientin sich hier bei uns die Legionellen eingefangen hat, dann muss man dem nachgehen, welcher Kontakt bestanden hat. Vielleicht gibt es ein Problem in der Warmwasserleitung“, so Gattringer.

Legionellen vermehren sich zum Beispiel in Wasserleitungen oder Duschen, wenn das Wasser längere Zeit steht und sich erwärmt. Gefährlich werden sie erst, wenn winzige Wassertröpfchen eingeatmet werden. Denn dann können sie eine schwere Lungenentzündung auslösen.

Behandlung auf der Intensivstation

„Es ist eine so schwere Lungenentzündung, dass Patientinnen und Patienten auch auf der Intensivstation behandelt werden müssen und bei der Beatmung Unterstützung brauchen. Viele bekommen dann auch Herz-Kreislauf-Probleme“, sagte der Infektiologe. Zu weiteren Beschwerden zählen hohes Fieber, Husten und Atemnot. Weil die Erkrankung meldepflichtig ist, werden alle Fälle an die Gesundheitsbehörden gemeldet.