Luftkühler versprechen eine preiswerte Alternative zur Klimaanlage. Doch ein Test der Arbeiterkammer Oberösterreich ernüchtert: Die getesteten Modelle konnten kaum kühlen, erhöhten jedoch die Luftfeuchtigkeit. Dies verschlechtert das Raumklima und erhöht das Schimmelrisiko.
Maximal um 0,9 Grad kühler
Vor dem Test wurden Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Büro erfasst. Mit den Luftkühlern im Einsatz zeigte sich, dass nur drei von sieben Modellen die Temperatur um maximal 0,9 Grad Celsius senken konnten. Bei den übrigen Geräten blieb eine Abkühlung aus, teils stieg die Temperatur sogar leicht. Die Luftfeuchtigkeit nahm bei allen Geräten zu, beim Comfee Silent Air um 15,6 Prozentpunkte.
Laut und wartungsintensiv
Die Kühlleistung war nicht das einzige Problem. Die Betriebsgeräusche der Luftkühler waren mit 61 bis 68 Dezibel störend. Besonders in Büros oder Schlafzimmern kann das schnell als lästig empfunden werden. Zudem müssen Geräte mit kleinen Tanks, wie der ETA Coolino Mini mit 270 Millilitern Volumen, häufig nachgefüllt werden.
Feuchtigkeit und Schimmelgefahr
Steigende Luftfeuchtigkeit reduziert die Verdunstungseffizienz. Die Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen, wodurch der kühlende Effekt nachlässt. Laut Umweltberatung sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent liegen, ansonsten steigt das Schimmelrisiko erheblich.
Vorsicht bei Wunder-Klimaanlagen
Während Hitzewellen werben Anbieter mit Wunder-Klimaanlagen, die physikalisch keine echte Raumkühlung bewirken. Versprechen wie „kühlt in 90 Sekunden“ oder „NASA-Technologie“ sind Warnsignale. Häufig stecken hinter solchen Angeboten einfache Ventilatoren.