Das Ziel des 24-jährigen Urlaubers war das Wiesberghaus im Dachsteingebiet auf etwa 1.884 Meter Seehöhe. Er brach gegen 7.45 Uhr vom Parkplatz Echerntal in Hallstatt auf, nach einer kurzen Rast beim Wiesberghaus im Dachsteingebiet entschied er sich, über den Vorderen Hirlatz nach Hallstatt wieder abzusteigen. Zur Orientierung verwendete er laut eigenen Angaben eine App auf seinem Handy.

Doch die App leitete ihn auf einen unmarkierten Steig. Der Niederländer folgte dem Weg, doch plötzlich rutschte er auf 740 Metern Seehöhe aus. Er überschlug sich mehrmals im felsigen Gelände und blieb nach etwa 50 Metern liegen. Durch den Sturz war der junge Niederländer zwar schwer verletzt, er konnte jedoch noch selbständig einen Notruf absetzen.

Schwerverletzter war ansprechbar

Die Mitglieder der Bergrettung Hallstatt machten sich sofort auf den Weg zu dem Schwerverletzten. Vor Ort war er zwar ansprechbar, konnte aber aufgrund seiner schweren Verletzungen nicht mehr selbständig absteigen. Daraufhin entschieden sich die Bergretter, den Notarzthubschrauber aus Niederöblarn in der Steiermark zur Unterstützung anzufordern.

Gewitter erschwerte den Hubschraubereinsatz

Doch aufgrund einer starken Gewitterzelle, die sich gerade in dem Moment über Niederöblarn befand, verzögerte sich der Hubschraubereinsatz um etwa 15 Minuten. In der Zwischenzeit versorgten die Bergretter den abgestürzten Wanderer und stabilisierten ihn in einer Vakuummatratze. Wenig später wurden der Notarzt und ein Flugretter mittels Seilwinde vom Hubschrauber abgeseilt. Nach der Versorgung durch den Notarzt wurde der 24-jährige Niederländer mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Schladming gebracht.