Oberösterreich hat im ersten Halbjahr mehr Firmeninsolvenzen verzeichnet als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Insgesamt mussten 401 Unternehmen Insolvenz anmelden – ein Plus von knapp vier Prozent. Während die Zahl der Firmeninsolvenzen österreichweit leicht zurückging, entwickelte sie sich in Oberösterreich entgegen dem Bundestrend.
Privatinsolvenzen um 15 Prozent gestiegen
Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung bei den Privatinsolvenzen: Sie stiegen in Oberösterreich um 15 Prozent auf 836 Fälle. Damit verzeichnet das Bundesland einen der stärksten Anstiege österreichweit. Nur im Burgenland fiel das Plus noch höher aus.
Wirtschaft unter Druck
Creditreform sieht die Wirtschaft weiterhin unter Druck. Viele Unternehmen kämpfen mit hohen Personal- und Energiekosten sowie einer schwachen Nachfrage. Besonders angespannt bleibt die Lage im Bauwesen. Bei den Privathaushalten belasten laut Creditreform vor allem hohe Wohn- und Energiekosten sowie gestiegene Kreditkosten die Haushaltsbudgets.
Für das zweite Halbjahr rechnet der Gläubigerschutzverband sowohl bei den Firmen- als auch bei den Privatinsolvenzen mit einem anhaltend hohen Niveau.