Auf den ersten Blick sei dem Badesee in Tragwein nichts anzusehen. Das Wasser wirkt laut Gemeinde klar und sauber. Eine routinemäßige Untersuchung hat allerdings erhöhte Werte sogenannter „intestinaler Enterokokken“ ergeben. Dabei handelt es sich um Bakterien, die unter anderem durch Vogelkot ins Wasser gelangen können.

Menschliche Einträge unter Verdacht

Bei anhaltender Hitze und gleichzeitig wenig Niederschlag können sich die Keime besonders schnell vermehren. Zunächst war in Tragwein vermutet worden, dass die Bakterien etwa durch Enten oder Schwäne ins Wasser gelangt sein könnten. Inzwischen steht allerdings ein anderer Verdacht im Raum: Nicht tierische, sondern menschliche Ausscheidungen könnten den Bakterienbefall verursacht haben.

Auch der derzeit niedrige Wasserstand könnte eine Rolle spielen. Dem Badesee fehlen aktuell rund 600 Kubikmeter Wasser. Dadurch verdünnen sich Schweiß, Sonnencreme, Urin und andere Einträge im Wasser weniger stark. Um gesundheitliche Risiken zu vermeiden, bleibt der Badesee deshalb vorerst gesperrt.

Für Badegäste heißt es bei Temperaturen um die 30 Grad damit vorerst: Geduld haben. In den kommenden Tagen sollen weitere Wasserproben genommen werden. Erst wenn die Werte wieder im unbedenklichen Bereich liegen, kann die Sperre aufgehoben werden. Der Spiel- und Beachvolleyballplatz können trotz des Badeverbots weiterhin genutzt werden.

Badeverbot in Pramet wieder aufgehoben

Wie schnell sich die Wasserqualität unter günstigen Bedingungen wieder verbessern kann, zeigt ein Beispiel aus dem Innviertel. Im Badesee Pramet (Bezirk Ried) war das Baden wegen erhöhter Blaualgenwerte untersagt worden. Nach wenigen Tagen konnte das Badeverbot diese Woche bereits wieder aufgehoben werden.