Rund 800 Millionen Euro will das Land heuer in Bereiche wie Kinderbetreuung, Straßenbau und Infrastruktur investieren. Die Landesbeteiligungen sollen zusätzlich mehr als 900 Millionen Euro investieren. Auch bei der Forschungsförderung wird laut Achleitner ein Rekordwert erreicht: 113 Millionen Euro stehen heuer zur Verfügung.
Bei der Wirtschaftsförderung setzt das Land nach eigenen Angaben verstärkt auf eine zielgerichtete Unterstützung. Grundlage dafür sei die Wirtschafts- und Forschungsstrategie „Upper Vision 2030“.
Gefördert werden sollen vor allem Zukunftsfelder wie Digitalisierung und der Umbau der Industrie hin zur Kreislaufwirtschaft. Die Förderungen würden zudem extern evaluiert.
Von 2020 bis 2025 hat das Land laut Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) rund 870 Millionen Euro für Wirtschafts- und Forschungsförderungen bereitgestellt. Dadurch seien Projekte im Gesamtwert von rund fünf Milliarden Euro umgesetzt worden. Jeder Förder-Euro habe damit Investitionen von etwa sechs Euro ausgelöst.
Innovation als Antwort auf Konkurrenz aus China
Angesichts des wachsenden Konkurrenzdrucks aus China sieht Achleitner vor allem Innovation als entscheidenden Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit Oberösterreichs. Produkte und Leistungen, die in Oberösterreich teurer produziert werden, müssten technologisch besser sein als jene der Konkurrenz.
Dass die Unternehmen diesen Weg bereits gehen, zeige sich an den zuletzt wieder deutlich gestiegenen Investitionen. Als Beispiele nannte Achleitner unter anderem BMW, die voestalpine, das Google-Rechenzentrum, TGW und FACC. In Oberösterreich würden derzeit Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro bis hin zu Milliardenbeträgen getätigt.
KI soll Fachkräftemangel abfedern
Auch Künstliche Intelligenz sieht Achleitner als wichtigen Teil der wirtschaftlichen Zukunft. Oberösterreich müsse KI schneller und besser einsetzen als andere Regionen und daraus Wettbewerbsvorteile erzielen.
Gleichzeitig verwies er auf den zunehmenden Fachkräftemangel. Derzeit würden in Oberösterreich rund 700.000 Menschen arbeiten. Bis 2030 könnten davon rund 83.000 Arbeitskräfte fehlen, bis 2040 sogar rund 151.000. Automatisierung, Robotik und KI könnten deshalb helfen, Arbeitskräfte für jene Bereiche freizuspielen, in denen sie dringend gebraucht würden.
Kritik von SPÖ
Kritik kommt dazu von SPÖ-Chef Martin Winkler. Für ihn werde der leichte Aufschwung vor allem von der Industrie und investitionsbereiten Unternehmen getragen – nicht von der Landespolitik. Investitionen in Forschung oder in die Infrastruktur werden aber begrüßt, so Winkler.