Ein 53-Jähriger wollte am vergangenen Wochenende sein Auto nach dem Einkauf wie gewohnt per Knopfdruck versperren. Es funktionierte aber nicht – auch nach mehreren Versuchen blieb das Fahrzeug unversperrt. Er wurde misstrauisch und alarmierte schließlich die Polizei, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet.
Laut Landeskriminalamt dürfte ein sogenannter Jammer (englischer Ausdruck für Störsender) für die Störung verantwortlich gewesen sein. Der kleine Sender unterbindet das Funksignal zwischen Schlüssel und Fahrzeug. „Das Auto lässt sich nicht absperren und kann von den Tätern anschließend geöffnet werden“, sagt Christian Schmidseder vom Landeskriminalamt gegenüber ORF Oberösterreich.
Störsender einfach online erhältlich
Die Geräte sind laut Polizei ohne großen Aufwand erhältlich. Genau das macht die Methode problematisch: Wer nach dem Drücken auf den Funkschlüssel nicht überprüft, ob das Auto tatsächlich versperrt ist, kann das Fahrzeug unbewusst offen zurücklassen.
Schmidseder geht zudem von einer hohen Dunkelziffer aus. Die Täter hätten es häufig nur auf Bargeld abgesehen: „Wenn das fehlt, fällt das vielleicht erst viel später auf und man weiß dann nicht mehr, wo das abhandengekommen ist.“
Ein einfacher Handgriff
Die Polizei empfiehlt deshalb eine einfache Kontrolle: Nach dem Absperren kurz an der Tür ziehen und überprüfen, ob das Fahrzeug tatsächlich verriegelt ist. So lässt sich schnell feststellen, ob der Funkschlüssel funktioniert hat.