Die Arbeiterkammer kämpft auch zwei Tage nach dem Angriff weiter mit massiven Einschränkungen. Seit Montag läuft nur ein Notbetrieb. E-Mails können nach wie vor weder empfangen noch verschickt werden. Auch interne Systeme sind betroffen. Auf der Website der AK war zu lesen: „Nach technischen Problemen sind wir über unsere telefonischen Hotlines wieder erreichbar. Es kann noch zu zeitlichen Verzögerungen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.“
Am Mittwoch setzte die AK eine weitere Sicherheitsmaßnahme: In der Zentrale in Linz wurden laut Heimberger sämtliche Laptops der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingezogen. Insgesamt seien rund 600 Geräte betroffen. „Weil es notwendig ist, dass wir nicht ins System eindringen und wir uns eine Parallelstruktur jetzt aufgebaut haben, um auch handlungsfähig zu sein für unsere Mitglieder“, sagte Heimberger gegenüber dem ORF Oberösterreich.
Forensiker suchen weiter nach Ursache
Weiter unklar ist, wie die Angreifer in die Systeme eindringen konnten. Laut Heimberger arbeiten derzeit externe Spezialistinnen und Spezialisten an der Analyse. „Die Forensiker und die externe Firma arbeiten gerade daran und das dauert noch sicher bis Ende der Woche. Vielleicht haben wir Anfang der Woche mehr Klarheit“, sagte die AK-Direktorin.
Die Untersuchungen sollen auch klären, ob Daten der rund 650.000 AK-Mitglieder in Oberösterreich entwendet wurden. Nach aktuellem Stand gibt es dafür laut AK noch keine Bestätigung. Auch mögliche Erpressungsversuche durch die Angreifer konnte die Kammer bisher nicht bestätigen.
Mitglieder telefonisch erreichbar
Bereits am Montag hatte die AK von einem Hackerangriff berichtet. Gegen 5.00 Uhr früh hatten die Sicherheitssysteme Alarm geschlagen. Betroffen waren unter anderem die E-Mail-Server und Teile des Telefonsystems.
Trotz der Einschränkungen verweist die Arbeiterkammer darauf, dass sie für Mitglieder weiterhin telefonisch erreichbar sei. Allerdings könne es weiterhin zu Verzögerungen kommen. Bereits am Montag hatte Heimberger die Mitgliederinnen und Mitglieder um Geduld gebeten, bis wieder alle Services vollständig verfügbar sind.