Den Notruf gewählt und mit einer Wartezeit vertröstet worden: Das ist kürzlich einigen Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher passiert. Bis eine Polizeistreife am Unglücksort ankommt, kann derzeit mehr Zeit vergehen als gewöhnlich.
Polizisten müssen in Wien aushelfen
Auch wenn der Personalstand in Oberösterreich hoch ist, sei die angespannte Personalsituation doch zu spüren, sagt Johann Floss, Vorsitzender der Polizeigewerkschaft. Er kritisiert, dass auch Polizisten aus Oberösterreich in Wien ihren Dienst versehen sollen, weil dort die Personalnot derzeit besonders hoch ist.
Gewerkschafter Floss: „Jeder geht ab“
„Jeder, der in Wien arbeitet, geht in Oberösterreich ab“, so Floss. Hier könnte eventuell die Bereitschaftseinheit einspringen, lautet der Vorschlag der Gewerkschaft.
Polizeidirektion: Keine Verzögerungen
Die Landespolizeidirektion sieht derzeit keine Verzögerungen bei den Einsätzen. Sie verweist darauf, dass die Leitzentrale bei 95 Prozent der Notrufen innerhalb von 30 Sekunden erreichbar sei und die Einsätze spätestens nach fünf bis 10 Minuten laufen.