Zurzeit warten Bauern drei- bis viermal länger darauf, ihre Tiere zum Schlachthof bringen zu können. „Aktuell haben wir die doppelte bis dreifache Menge an Schlachtkühen. Das belastet natürlich entsprechend den Markt“, erklärt Johannes Minihuber von der Rinderbörse Österreich. Die Preise für eine Kuh sind im Durchschnitt um 450 Euro gesunken.

Preisdruck bei Zucht- und Schlachtkühen

In Oberösterreich bewegen sich die Preise für Zucht- und Milchkühe laut Rinderzuchtverband zwischen 2.600 und 3.500 Euro pro Tier. Diese Preise variieren stark je nach Rasse, Milchleistung und Qualität.

Hingegen hängen die Erlöse für Schlachtkühe vom aktuellen Gewicht und der Handelsklasse ab. Der saisonale Futterdruck im Sommer setzt diese Preise zusätzlich unter Druck.

Auswirkungen des Preisrückgangs

Das billiger werdende Fleisch gelangt nicht in den Supermarkt, sondern wird vielmehr für die Herstellung von Fast-Food-Burgern und Fertiggerichten verwendet. Dies bedeutet weniger Einnahmen für die Bauern, die auf weitere Dürrehilfen warten.