Schwimmen, Radfahren, Laufen: Sieben Triathlonbewerbe, die diese drei Disziplinen vereinen, standen von Freitag bis Sonntag zur Auswahl. Doch der Trumer Triathlon bringt dem Seenland mittlerweile mehr als nur einen sportlichen Ruf, er beschert der Region auch beträchtliche Einnahmen. Immerhin geht der Tourismusverband von 8.000 bis 10.000 Übernachtungen an diesem Wochenende aus.
TVB-Obmann Johann Graf sagte: „Die Leute im Umkreis von 20 Kilometern suchen in der Regel etwas zum Schlafen oder auch zum Essen, wenn sie dort wohnen.“ Insofern sei der Bewerb nicht nur für Obertrum ein Wirtschaftsfaktor, sondern für die ganze Region.
Auch die Nachbargemeinden profitieren seiner Ansicht nach von der Sport-Veranstaltung. Man positioniere sich überregional als Radregion, so Graf, zumal der Radsport immer mehr werde.
Wirtschaftsfaktor über Region hinaus
Auch für die Bettenauslastung in Fuschl am See (Flachgau) sei der Triathlon ein Faktor, sagte der Fuschler Hotelier Jakob Schmidlechner: „Das ist eine weitere große super Veranstaltung, die die Region einfach auf eine Landkarte bringt, wo man sonst schwer draufkommt.“ Vor ein paar Wochen seien am Fuschlsee Menschen aus 75 Nationen beim „Mozart 100“ gewesen. „Ich glaube, dass es für Regionen einfach wichtig ist, dass man sich in vielerlei Hinsicht präsentiert. Und Sportgroßveranstaltungen sind da natürlich ein mega Input“, betonte der Hotelunternehmer.
Fotostrecke mit 6 Bildern
Streckensperren im Umland
Für die mehr als 50 Kilometer lange Strecke kam es im Umland teilweise zu Sperren. Die Familie, die den Fischerhof, eine kleine Pension mit zwölf Betten, betreibt, würde sich daher eine zeitliche Verschiebung des Triathlons wünschen. Zwar bringe die Veranstaltung auch Vorteile, sagte Pensionsbetreiberin Helga Schaumburger, ihr Betrieb liege aber mitten im betroffenen Gebiet und sei dadurch teils stark abgeschnitten. Das erschwere nicht nur die An- und Abreise der Gäste, sondern auch jene der Triathletinnen und Triathleten.
Eines der größten Sportereignisse im Seenland
Der Trumer Triathlon ist eines der größten Sportereignisse im Seenland. Die Betriebe hoffen, dass die Strahlkraft über dieses Wochenende hinaus erhalten bleibt und die Gäste auch nach dem Zieleinlauf wieder auf Besuch kommen.
Rekordzeit bei den Damen
Aus sportlicher Sicht hat diese 17. Auflage des Trumer Triathlon über die halbe Ironman-Distanz einen Sieg des Wahl-Salzburgers Leon Pauger bei den Herren und einen Streckenrekord bei den Damen durch die Deutsche Caroline Pohle gebracht.
Auf der anspruchsvollen Radstrecke setzte sich Pohle von ihren Konkurrentinnen ab. Die Trumer Triathlon-Siegerin des Jahres 2024 absolvierte an der Spitze dann ein recht einsames Rennen. Sie unterbot den alten Streckenrekord im Ziel um fast sieben Minuten – mit einer neuen Rekordzeit von 4:08:35 Stunden. Sie setzte sich vor der Schweizerin Leana Bissig und der Tirolerin Lisa-Maria Dornauer durch.
Wahl-Salzburger gewann bei den Herren
Bei den Herren ist am Ende der gebürtige Vorarlberger Leon Pauger nicht zu bezwingen. Der mittlerweile in Puch bei Hallein (Tennengau) wohnende Pauger rollte das Feld auf der Laufstrecke von hinten auf, und feierte einen viel umjubelten Heimsieg. vor den beiden Deutschen Paul Weigand und Alexander Richter. Die Salzburgerinnen Julia Lange und Katharina Loidl wurden Sechste und Achte.