Mitsotakis ist Ehrengast von Stocker bei den Salzburger Festspielen. Bei einem Arbeitsgespräch informierten die beiden, dass der Tourismus in Österreich und in Salzburg mehr Arbeitskräfte aus Griechenland wolle und auch Griechenland an österreichischen Kräften interessiert sei. Rund 2.000 Saisonarbeiterinnen und -arbeiter waren zuletzt aus Griechenland in Österreich beschäftigt. Mehr ist allerdings nur während der Wintermonate in Griechenland realistisch, nachdem Griechenland vor allem im Sommer rund 40 Millionen Touristinnen und Touristen zählt und hier auf die Arbeitskräfte im eigenen Land angewiesen ist.
Länder wollen Austausch von Arbeitskräften intensivieren
Immerhin 20 Millionen Urlauber werden in Österreich in der Wintersaison gezählt. Beim Arbeitstreffen von Bundeskanzler Christian Stocker und dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis waren die Ausbildung und der Austausch von Tourismus-Arbeitskräften die bestimmenden Themen. „Die Ausbildung im Tourismus in Österreich ist auf vielen verschiedenen Stufen weltweit anerkannt und ein Vorbild. Hier haben wir uns ausgetauscht, dass wir die engere Zusammenarbeit suchen“, so Stocker.
Mitsotakis betonte bei seinem Salzburg-Besuche, dass er bei seinen Aufenthalten in Österreich immer wieder auf Griechen treffe, die sich bewusst für das Modell entschieden hätten, während des griechischen Winters in Österreich zu arbeiten: „Genau dasselbe könnte ja andersrum auch funktionieren, dass Österreicher nach Griechenland kommen und dort arbeiten. Wir haben vieles zu lernen. Nicht nur auf Universitätsebene soll dies laufen, sondern auf der Ebene der Fachschulen. Hier haben wir in Österreich ein Land, was enorme Qualität hat.“
Tourismuskräfte: Österreich und Griechenland kooperieren
Arbeitskräfte und Betriebe sollen online vernetzt werden
Griechenland könnte von österreichischem Wissen im Bergtourismus profitieren, hieß es. Österreich hingegen profitiere von den griechischen Erfahrungen hinsichtlich des Agro- und barrierefreien Tourismus. Über digitale Plattformen sollen Arbeitskräfte und Betriebe unbürokratischer vernetzt werden, auch Anwerbeveranstaltungen für die österreichische Wintersaison sind geplant.