Mehr Sicherheit und auch bauliche Verbesserungen haben die Verantwortlichen versprochen. Die Suche nach einer langfristigen Lösung dauert allerdings weiter an. So würden Gänge und Stiegen zwar inzwischen regelmäßig gereinigt, berichten Bewohner. Die Reinigung kann mit den Verschmutzungen durch Müll, Fäkalien und Drogenkonsum aber nicht Schritt halten. Für viele Mieter und Wohnungseigentümer habe sich daher seit dem Lokalaugenschein kaum etwas verändert.

„Die größten Anliegen sind, dass die Stiegenhäuser beschmiert sind, dass Spritzen auf dem Boden liegen, dass Menschen auf dem Boden liegen, die Drogen genommen haben. In der Nacht ist es sehr laut. Es gibt Raufhandel, sodass die Bewohner in der Nacht sehr verstört und verängstigt sind“, schildert Wohnungseigentümerin Francisca Walderdorff.

Hausverwaltung verweist auf Wachdienst und Reinigung

Mehr Reinigung und bauliche Veränderungen sollten die Situation verbessern. Bewohner sagen allerdings, im Alltag sei davon bisher wenig zu spüren, von Hausverwaltung, Reinigungsdienst und Wachdienst nichts zu hören.

Die Hausverwaltung verweist darauf, dass seit längerem Maßnahmen gesetzt würden. Der Wachdienst sei seit rund eineinhalb Jahren nächtlich im Einsatz, die Schließanlage vor drei Jahren modernisiert worden. Seit April würde häufiger gereinigt. Wegen vieler Eingänge, Fluchtwege und der Tiefgarage ließe sich das Gebäude aber nicht vollständig absichern, so die Hausverwaltung auf ORF-Anfrage.

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„Probleme aus der Nachbarschaft“

„Die Probleme (…) kommen nicht aus dem Haus, sondern leider aus der Nachbarschaft. Wir haben zwischenzeitlich Änderungen im Brandschutzkonzept veranlasst, sodass wir den Zugang aus der Garage künftig verändern können“, teilt die Hausverwaltung schriftlich mit.

Für die Stadtpolitik ist klar, mit Reinigung allein werde sich die Situation im Haus nicht verbessern. „Es muss endlich das Thema Sicherheit in der Stadt ernst genommen werden“, fordert Gemeinderat Paul Dürnberger (FPÖ). Es sei nicht nur dieses Haus betroffen, das ganze Bahnhofsviertel sei bedroht, von der Drogenszene vereinnahmt zu werden. Es brauche eine Sicherheitsstrategie der Stadt Salzburg für das Bahnhofsviertel und die Drogenszene müsse wirklich ins Visier genommen werden, so Dürnberger.

Pultar: Städtische Unterstützung vorstellbar

Auch Gemeinderat Vincent Pultar (SPÖ) sieht weiterhin Handlungsbedarf und setzt auf die angekündigten Umbauten im Haus, sowie auf weitere Gespräche zwischen Stadt und Hausverwaltung. „Der Bürgermeister (Anm.: Bernhard Auinger (SPÖ)) könne sich vorstellen, dass die Stadt im Rahmen ihrer finanziellen und rechtlichen Möglichkeiten einen Beitrag leistet, wenn bauliche Maßnahmen umgesetzt werden müssen“, so Pultar.

Damit würden bauliche Maßnahmen nicht vollends den Eigentümern zur Last fallen, so der SPÖ-Gemeinderat. So sei es geplant, Schlafnischen im Stiegenhaus zu schließen und den Zugang über die Tiefgarage besser zu absichern. Ein nächster Lokalaugenschein mit der Stadtpolitik ist am 19. August geplant.