Mehrere Unwetter sorgten am Abend für zahlreiche Feuerwehreinsätze – insgesamt 29 Einsätze gab es im Pinzgau und im Pongau. Besonders betroffen waren die Gemeinden Rauris (Pinzgau), Bad Gastein und Dorfgastein sowie Großarl (alle Pongau). Dort mussten nach einem Murenabgang zwei Häuser evakuiert werden.

Fotostrecke mit 3 Bildern

Mittlerweile durften die Bewohner wieder in ihre Häuser zurück, auch die Sperre der Straße ist wieder aufgehoben worden. Am Abend war die Lage für die Einsatzkräfte herausfordernd, bestätigte der Großarler Ortsfeuerwehrkommandant Josef Promegger. „Während des Abbruchs des Einsatzes wurden wir zu vielen weiteren Einsätzen gerufen. Wir hatten Murenabgänge, Überschwemmungen, Keller unter Wasser und mussten gestern in Großarl sogar zwei Häuser evakuieren sowie einen Güterweg nach einem Murenabgang sperren“, so Promegger. Mittlerweile durften die Bewohner wieder in ihre Häuser zurück, auch die Sperre der Straße wurde wieder aufgehoben.

Fotostrecke mit 2 Bildern

Erneut Brandgefahr im Großarltal

Seit den frühen Morgenstunden musste erneut ein Waldbrand in Großarl gelöscht werden, da erneut ein einzelner Baum von innen brannte, erklärte Josef Promegger. „Der Hubschrauber löscht den Baum jetzt zunächst von außen ab. Wir fliegen Personen mit Handwerkzeug hinauf, die den Brandbereich händisch aufarbeiten müssen. Das bedeutet, dass das brennende Material dort oben auseinandergenommen und mit Löschrucksäcken gelöscht wird." Aufgrund des Windes herrschte große Brandgefahr, weshalb anschließend noch einmal Nachlöscharbeiten mit dem Hubschrauber durchgeführt wurden. Gegen 12:00 Uhr konnte der Einsatz laut dem Feuerwehrsprecher Stefan Hafner beendet werden.

Alarm am Abend nach Blitzeinschlag

Eine Einheimische beobachtete am Mittwoch gegen 17:30 Uhr nach einem Blitzeinschlag einen Feuerschein oberhalb der Bachalm in Großarl und verständigte die Feuerwehr. Die Brandstelle lag auf rund 1.700 Metern Seehöhe in steilem und unwegsamem Gelände, berichtete Stefan Hafner von den Freiwilligen Feuerwehren des Bezirks Pongau. Um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern, wurde bereits zu Beginn des Einsatzes ein Hubschrauber angefordert.

Fotostrecke mit 4 Bildern

Mit Gewitter setzte Regen ein

Bei einem Erkundungsflug stellte sich heraus, dass ein einzelner Baum in Brand geraten war. Das Feuer wurde anschließend mit Wasserabwürfen aus der Luft bekämpft. Das Löschwasser wurde aus einem nahegelegenen Speicherteich entnommen. Nach sechs Löschflügen kontrollierten die Einsatzkräfte den betroffenen Bereich. Zunächst konnten keine weiteren Brandherde festgestellt werden. Da sich jedoch ein Gewitter näherte, entschied die Einsatzleitung, vorsorglich weitere Wasserabwürfe durchzuführen und die Umgebung zu durchnässen. Gegen 20.00 Uhr musste der Hubschraubereinsatz wegen des Unwetters beendet werden.

Im Einsatz standen rund 50 Feuerwehrleute aus Großarl, ein Hubschrauber der Flugpolizei Salzburg, die Feuerwehr St. Johann mit Waldbrandausrüstung und Flughelfern, die Drohne Pongau, das Einsatzleitfahrzeug Pongau sowie das Kerosinfahrzeug des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg.