Die Exporte in die USA gingen zwar um ein Drittel zurück, aber insgesamt zeigt sich für die Salzburger Wirtschaft ein Aufwärtstrend. Vor zwei Jahren hatte es noch einen Rückgang um sechs Prozent gegeben. Im Vorjahr stiegen die Exporte aus Salzburg insgesamt wieder um knapp zwei Prozent – trotz des Krieges, der Zölle und der Energiepreise.
US-Zollpolitik als großer Dämpfer
Die Handelspolitik der USA bleibt allerdings herausfordernd, erklärte der Leiter für Handelspolitik und Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer, Thomas Albrecht. „Die US-Zollpolitik hat der Salzburger Wirtschaft schwer geschadet. Wir hatten ja im ersten Halbjahr 2025 einen Rückgang der Exporte mit knapp 40 Prozent. Die Rückgänge konnten ein wenig kompensiert werden mit 29 Prozent. Aber auch für die Zukunft meinen wir schon, dass die US-Zollpolitik der Wirtschaft in Salzburg schaden wird.“
Die Firma AXESS in Anif (Flachgau) entwickelt Zutrittssysteme für Skigebiete und Freizeitresorts. Das Unternehmen hat sich auf die angekündigten Zölle vorbereitet, sagte der technische Geschäftsführer Daniel Wakounig: "Tatsächlich haben wir es zumindest für Amerika bzw. die USA geschafft, Lager in den Staaten aufzubauen – natürlich zu hohen Kosten, weil die Kapitalbindung auf den Finanzmärkten heute immer ein Problem darstellt. Wir haben außerdem noch zu günstigeren Zeiten Lager auffüllen können, aus denen wir dann beliefert haben.“
Balkanstaaten als starke Absatzmärkte
Salzburger Firmen bauten ihre Exporte innerhalb Europas aus – nach Italien, Ungarn oder in die Niederlande. Zuwächse gibt es bei den Exporten von Gütern der Automobilwirtschaft oder Holzprodukten. Rückgänge sind bei Lebensmitteln, Getränken oder Maschinen zu verzeichnen. Unternehmen müssen immer auf der Suche nach neuen Absatzmöglichkeiten sein, betonte Thomas Albrecht von der Wirtschaftskammer. Er wies dabei vor allem auf die Staaten des westlichen Balkans hin. „Dort gibt es zum Beispiel Serbien, wo die Salzburger Unternehmen einen Exportwachstum von 17 Prozent hatten. Serbien ist auch in der Region ein dynamischer Treiber“, so Albrecht.