Ein Blick hinter die Kulissen der Festspielhäuser offenbart, dass die Bühnen- und Haustechnik bereits längst am Ende ihrer Lebensdauer sind. Auch die Werkstätten entsprechen nicht mehr den Auflagen des Arbeitnehmerschutzes. „Die Haustechnik ist am Ende ihrer Lebensdauer und schon längst darüber hinaus und die muss dringend saniert und erneuert werden. Dasselbe gilt für die Bühnentechnik, und der dritte Punkt sind die Werkstätten und Arbeitsflächen, die alle nicht mehr den aktuellen Normen entsprechen“, sagte der kaufmännische Direktor der Festspiele, Lukas Crepaz.

395 Millionen für erste Bauphase

Im Herbst sollen die Bauarbeiten für die erste Phase des Umbauprojekts starten. Dazu zählen die Sanierung des Großen Festspielhauses, die Erweiterung in den Mönchsberg mit einer neuen Kaverne samt Zufahrt und der Neubau des Werkstätten-Gebäudes. Die Kosten dafür belaufen sich auf 395 Millionen Euro. Dazu kommen weitere 38 Millionen Euro für Ersatzspielstätten und Ausweichwerkstätten.

Budget wird erneut um 20 Prozent gekürzt

Die zweite Bauphase betrifft die Sanierung des Hauses für Mozart und der Felsenreitschule. Dafür waren bisher rund 86 Millionen Euro kalkuliert, die Finanzierung war aber noch offen. Die Gesamtkosten hätten sich damit auf rund eine halbe Milliarde Euro belaufen, doch nun wird das Budget erneut um 20 Prozent gekürzt.

Edstadler: Mit 400 Mio. muss Auslangen gefunden werden

Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) machte dazu ein klare Ansage: „Ich bin Garant dafür, dass wir am Ende des Geldes nicht vor einem Loch im Berg stehen und ich habe gesagt, jetzt ist der Zeitpunkt, wo wir Phase eins mit Phase zwei zusammenziehen müssen. Es geht nicht nur um den Ausbau und die Renovierung des Großen Festspielhauses, sondern es müssen auch die Felsenreitschule und das Haus für Mozart mitgedacht werden. Da werden jetzt auch die Anstrengungen unternommen werden müssen, dass man mit dem Geld das Auslangen findet.“

Mehr als 400 Millionen Euro plus die Kosten für Ersatzspielstätten und Ausweichwerkstätten wird es von Seiten des Landes für Umbau und Erweiterung nicht geben. „Wenn das heißt, dass man hier neu dimensionieren muss oder manche Dinge nicht kommen, dann ist das so“, verdeutlichte Edtstadler.