Zwar gab es im Reiseverkehr auf der Tauernautobahn am Samstagvormittag immer wieder Verzögerungen, der große Stau war aber nicht mehr zu beobachten. Und damit waren auch die neuen Komplettsperren der Autobahnabfahrten durch die ASFINAG in Golling und Kuchl (beide Tennengau) nur noch teilweise nötig.
Michael Schneider von der Autobahngesellschaft sagt, der Testbetrieb der neuen Verkehrssteuerung zeige ein gemeinsames Ziel: „Wir wollen den Verkehr möglichst flüssig halten und die Anrainergemeinden schützen. Diesem ersten Test werden weitere folgen.“
Was sagt Schneider zur teils harschen Kritik in Gemeinden an der Autobahn: „Wir brauchen einen Mix aus Maßnahmen. 2027 sollte im Sommerreiseverkehr die volle Wirkung der Schutzmaßnahmen dann nach der Testphase entfaltet werden. Wir haben mit den Gemeinden den Austausch gesucht.“
Seit Samstagfrüh geringes Verkehrsaufkommen
ORF-Lokalaugenschein, Freitagabend, 21.30 Uhr: Unübersehbar rollte der Reiseverkehr aus Bayern in Richtung Süden. Nein, er stand. Bei Golling und Kuchl stauten sich die Fahrzeuge, obwohl die Abfahrtssperren zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht aktiviert waren. Ab 6.00 Uhr am Samstagmorgen waren dann die Abfahrt Kuchl sowie die Auf- und Abfahrt Golling komplett gesperrt. Das Verkehrsaufkommen war insgesamt dann schon viel geringer.
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Auch die Einheimischen stark eingeschränkt
Die Sperre der Autobahnanschlüsse habe zwei Seiten, sagen Fachleute: Einerseits sollen die in den vergangenen Sommern stark vom Ausweichverkehr belasteten Gemeinden vor Stauflüchtlingen geschützt werden. Andererseits wird nun dadurch auch der Verkehr der einheimischen Bevölkerung eingeschränkt.
Der Samstag hätte einer der stärksten Reisetage des Jahres sein können, schlussendlich kam es anders. Die Abfahrtssperren in Kuchl und Golling waren Samstag teilweise auch in Online-Navigationssystemen zu sehen.
In Golling blieb die Verkehrssituation ruhig. Der Bürgermeister wünscht sich dennoch keine weiteren Sperren in Golling. Am Samstag der kommenden Woche wird die Abfahrt Kuchl wieder gesperrt. Golling hingegen bleibt offen. An insgesamt drei Samstagen werden die Sperren getestet, danach folgt eine Evaluierung über die Vor- und Nachteile.
Wohnwagen bei Anger aufgerissen
Vier Fahrzeuge kollidierten Freitagabend bei Anger an der Staatsgrenze nach einem Auffahrunfall – darunter ein Lastwagen und ein Pkw-Wohnwagen-Gespann. Drei Insassen wurden laut bayerischem Rotem Kreuz leicht bis mittelschwer verletzt.
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Pkw überschlug sich
Die Polizei teilt zu dem schweren Unfall mit, dass ein Lkw-Lenker stark gebremst habe, worauf ein anderer Trucker auf die Überholspur auswich. Dabei habe das Schwerfahrzeug den Pkw touchiert. Beim Wohnwagen wurden die Seitenwände aufgerissen, das Zugfahrzeug überschlug sich.