Für Nutztiere ist das Kraut hochgiftig. Gerade auf Wiesen, die aus Gründen des Umweltschutzes seltener gemäht werden, kann sich das Jakobskreuzkraut bestens ausbreiten.
Tiere vergiften sich über Heu oder Silage
Es zählt zu den giftigsten Wildpflanzen und kann für Bauern über die Fütterung ihrer Tiere zum wirtschaftlichen und tierschützerischen Problem werden, sagt Matthias Greisberger von der Salzburger Landwirtschaftskammer: „Die Dosis macht das Gift. Auf den Weiden werden die Pflanzen meist stehen gelassen. Problematisch wird es, wenn das Futter konserviert wird – als Heu oder Silage. Es kann dann in konzentrierter Form zum Tod führen.“
Vor der Blüte ausreißen
Damit nicht die ganze Mahd unbrauchbar wird, sollte früh gehandelt werden, betont der Fachmann: „Wir müssen darauf achten, dass die Pflanzen nicht in die Samenproduktion. Dann wäre es höchste Zeit, sie zu mähen. Besser wäre es, sie früher auszureißen, wenn der Boden ein wenig feucht ist. Das ist derzeit landesweit nirgendwo der Fall.“
Schutz von Haut und Händen wichtig
Auch für den Menschen ist das Jakobskreuzkraut giftig. Es führt zu Leberschäden und reizt die Haut. Daher sollten beim Ausreißen dichte Handschuhe getragen werden – ähnlich wie beim Kampf gegen den Großen Bärenklau, der ebenfalls sehr giftig und angriffslustig ist, was die menschliche Haut betrifft.
Gefahr durch eingeschleppte Pflanzen
In Salzburgs Bergregionen machen Pflanzen, die dort nicht heimisch sind, der Vegetation und manchen Passanten zu schaffen, die mit ihnen in Berührung kommen.