Im Bezirkshauptort Tamsweg wurden in diesem Sommer schon 13 Hitzetage registriert – deutlich mehr als sonst im Hochsommer. Gleichzeitig hat es deutlich weniger geregnet. Wenig Regen bedeutet auch weniger Pilze.
Große regionale Unterschiede
Der Experte Thomas Rücker sagt, ohne Regenwasser gebe es fast gar keine Pilze: „Es ist regional verschieden. Wo starke Gewitter niedergegangen sind, können schon welche wachsen. Aber im Land Salzburg sieht es traurig aus.“
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„Saison verschiebt sich bis November“
Damit Eierschwammerl wachsen können, braucht es genug Regen. Der Boden muss gut durchfeuchtet sein. Kurze und leichte Regengüsse reichen nicht. Erst sieben bis zehn Tage nach ergiebigem Regen können neue Pilze wachsen, betont der Fachmann: „Die Saison verschiebt sich in den Herbst. Früher waren Juli, August und September die wichtigsten Monate. Nun verschiebt sich die Saison bis in den November.“
Warnung vor Pilzen, die man nicht genau kennt
Der Biologe und Pilzexperte hat fast 15 Jahre bis zu seiner Pensionierung die Pilzberatung im Haus der Natur betreut, die seither nicht mehr angeboten wird. Gerade in pilzarmen Zeiten steige die Gefahr von Vergiftungen. Sammler nehmen immer mehr Pilze mit, die sie nicht genau kennen.
Apps sind keine Lebensversicherung
Zum Beispiel auch den Lila-Schirmling, der sogar tödlich sein kann: „Wenn der Verdacht einer Vergiftung besteht, bitte nicht zögern – sofort ins Krankenhaus. Und bitte die Pilz- und Putzreste mitnehmen, damit schnell festgestellt werden kann, um welches Gift es sich handelt.“
Der Experte warnt davor, sich zur Bestimmung der Essbarkeit auf Pilz-Apps zu verlassen. In den heimischen Wäldern gibt es 10.000 Pilzarten – nur ein kleiner Teil davon sei essbar.