Das Handy wurde laut Ermittlern in der Decke der Herrentoilette installiert. Es dürfte im Dauerfilmmodus betrieben worden sein.
Kriminalpolizei ermittelt
Ein Mitarbeiter entdeckte die Vorrichtung zufällig. Wenig später wurde die Polizei verständigt, der Tatbereich gesichert und das Mobiltelefon beschlagnahmt. Inzwischen hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen. Derzeit werden Zeugen befragt, mögliche Betroffene vernommen und das sichergestellte Videomaterial ausgewertet.
Polizeisprecher Hans Wolfgruber spricht von einem „extremen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte und in die Intimsphäre der Betroffenen“.
Tatverdächtiger nicht mehr beschäftigt
Es gibt laut Insidern bereits einen Tatverdächtigen. Das Rote Kreuz erstattete Anzeige, informierte alle Führungskräfte und Mitarbeitenden. Jene Person, der das Handy gehören soll und die vorübergehend beim Roten Kreuz beschäftigt war, ist dort nicht mehr tätig. Das Dienstverhältnis wurde nach Bekanntwerden des Vorfalls sofort beendet.
Bis zu sechs Monate Haft drohen
Wie viele Männer von den heimlichen Aufnahmen betroffen sind, ist derzeit noch unklar. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der unbefugten Bildaufnahmen. Im Falle einer Verurteilung drohen bis zu sechs Monate Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe. Das Rote Kreuz geht nach derzeitigem Stand von einem Einzelfall aus.