Die Schutzhütte auf rund 1.900 Metern Seehöhe in Pfarrwerfen (Pongau) musste vergangene Woche ihren regulären Betrieb einstellen. Kein Wasser – kein Betrieb. Wo sonst im Sommer Wanderer und Alpinisten ein- und ausgehen, herrscht nun Ruhe. Das Leopold-Happisch-Haus dient nämlich vor allem im Sommer als Stützpunkt für Touren durchs Tennengebirge.
Trinkwasser zum Happisch-Haus geflogen
Für die wegen Wassermangels geschlossene Schutzhütte Leopold-Happisch-Haus im Tennengebirge sind am Dienstag erstmals Trinkwasserflaschen per Hubschrauber zur Hütte geflogen worden. Damit richten die Naturfreunde einen Notbetrieb ein. Langfristig soll eine neue Wasserversorgung die Hütte krisenfester machen.
Die Quelle, die das Haus mit Trinkwasser versorgt, war infolge der anhaltenden Trockenheit versiegt. Gerade im Tennengebirge versickert Niederschlag wegen des Karstgesteins besonders schnell. Bleibt über längere Zeit Regen aus, fehlen wichtige Wasserreserven.
Notbetrieb im Winterraum
Mit den ersten Hubschrauberflügen wurden Trinkwasserflaschen und weiteres Material zur Hütte gebracht. Der Winterraum mit zehn Schlafplätzen soll nun als Notunterkunft dienen. Außerdem richten Freiwillige eine Trockentoilette ein. So könne zumindest ein eingeschränkter Betrieb aufrechterhalten werden, sagt Naturfreunde-Landesgeschäftsführer Helmut Schwarzenberger.
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Regenwasser soll künftig aufbereitet werden
Wasser per Hubschrauber zur Hütte zu bringen, könne aber keine Dauerlösung sein. Deshalb arbeiten die Naturfreunde an einem neuen Versorgungskonzept. Zum bestehenden Regenwassertank soll ein weiterer Tank mit einem Fassungsvermögen von rund 15.000 Litern errichtet werden. Außerdem ist eine Aufbereitungsanlage geplant, damit künftig auch Regenwasser als Trinkwasser genutzt werden kann.
Die Kosten für das Projekt werden auf rund 100.000 Euro geschätzt. Derzeit wird berechnet, wie hoch der tatsächliche Finanzierungsbedarf ist und welche Förderungen möglich sind.