Die Dürre trifft viele landwirtschaftliche Betriebe im Bundesland hart. Vielerorts reicht das Futter für die Tiere nicht mehr aus, Landwirte müssen daher teuer zukaufen oder ihre Tiere früher von den Almen holen. Es brauche daher jetzt ein Soforthilfepaket des Landes.
Die Schadensabdeckung durch die Hagelversicherung reiche nicht aus, heißt es. Auch eine Futterbörse werde die wirtschaftlichen Folgen der Dürre nicht bewältigen können. Auch müsse man jetzt bereits jenes Futter verfüttern, das für den Winter vorgesehen sei. Der Unabhängige Bauernverband appelliere an alle im Landtag und Landwirtschaftskammer vertretenen politischen Fraktionen, dieses Hilfspaket zu beschließen.
Das solle etwa durch die zeitweise Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge sowie Geld aus dem Katastrophenfonds kommen, verlangte der Obmann des Unabhängigen Bauernverbands, Josef Tiefenbacher: „Das sind schon so ganz dramatische Situationen, wo man sofortige Hilfe braucht. Und darum ist jetzt ein bisschen Feuer am Dach.“
Versicherung soll Dürre-Ausfälle abfedern
Die Landwirtschaftskammer zeigte Verständnis für die schwierige Lage ihrer Mitglieder. Landwirtschaftskammer-Präsident Rupert Quehenberger verwies aber darauf, dass Dürreschäden versicherbar sind: „Damit ist der Grund oder die Möglichkeit, über den Katastrophenfonds Mittel abzurufen, für Dürre, da es ein versicherbarer Schaden ist, gar nicht mehr in dieser Form möglich.“
Unabhängige Bauern fordern Hilfspaket
Bereits bei der ersten Mahd im Juni brach die Ernte um die Hälfte ein. Der Ernteausfall wird sich laut Expertinnen und Experten aber noch fortsetzen, sollte nicht bald genügend Niederschlag kommen.