Die heftigen Gewitter und Unwetter sorgten am Donnerstag für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren in ganz Salzburg. In der Oberpinzgauer Gemeinde Uttendorf trat der Tobersbach über die Ufer.
Videoaufnahmen einer Einwohnerin zeigen, wie sich ein reißender Bach seinen Weg durch Straßen, Höfe und Felder bahnte. Zahlreiche Feuerwehrleute, Einsatzkräfte der Wildbach- und Lawinenverbauung und Freiwillige standen in der Nacht im Einsatz.
Schwere Verwüstung nach Gewitter in Uttendorf
Video privat
Mittlerweile konnten einige Verklausungen gelöst und der Bach wieder in sein Bett rückgeführt werden. Man werde aber die ganze Nacht durcharbeiten, die Lage sei nach wie vor kritisch, es regne immer wieder, heißt es. Wie groß das Ausmaß der Schäden ist, lasse sich erst bei Tageslicht einschätzen. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt und Keller überflutet.
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Einsatz auch in Stuhlfelden
Auch in Stuhlfelden (Pinzgau) kam es zu erheblichen Schäden und einem Großeinsatz der Feuerwehren. Im Gemeindegebiet Pirtendorf wurde der Pirtendorfer Bach von Geröll und Gestein verklaust und trat über die Ufer. Den Einsatzkräften gelang es aber, einige der Verklausungen an einer Brücke zu lösen und den Bach zumindest teilweise wieder ins Bachbett zu leiten.
Mehrere Häuser wurden von den Wasser- und Schlammmassen beschädigt, der Regen hält laut letzten Informationen derzeit immer noch an. Verletzte gebe es aber bisher nicht, heißt es von den Einsatzkräften.
Schwere Verwüstungen in Kötschachtal bei Bad Gastein
Im Kötschachtal haben die schweren Unwetter mehrere Brücken zerstört und Straßen durch Muren und Geröll verlegt. Die Kötschacher Ache ist teilweise über die Ufer getreten. (Videos von Tobias Gruber und Andreas Katsikides)
Mehrere Personen in Talschluss eingeschlossen
In Bad Gastein (Pongau) lief bis in die Abendstunden ein aufwendiger Rettungseinsatz im Talschluss des Kötschachtals. Muren und Geröll zerstörten bereits bei Unwettern am Donnerstagnachmittag mehrere Brücken und verlegten Straßen.
Insgesamt wurden elf Personen im Talkessel auf der Prossauerhütte eingeschlossen, bestätigte der Bad Gasteiner Bürgermeister, Norbert Ellmauer (ÖVP). Auch die Stromversorgung im Kötschachtal ist derzeit unterbrochen.
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Wanderer ausgeflogen
Der Polizeihubschrauber aus Klagenfurt (Kärnten) wurde angefordert, um bei der Rettung der Wanderer zu helfen. Gegen 20.30 Uhr konnten sechs Personen aus dem Talschluss geflogen werden. Bei den anderen Betroffenen handelt es sich um Hüttenpersonal. „Die bleiben vorerst auf der Hütte. Zum Glück wurde niemand verletzt. Freitagfrüh werden wir das Ausmaß der Schäden begutachten, es ging alles unglaublich schnell“, so Ellmauer. Auch in Goldegg (Pongau) gab es Probleme mit den Wassermassen.
Waldbrand im Lungau
Im Lungau musste die Feuerwehr in Göriach zu einem Waldbrand, der vermutlich durch einen Blitzschlag ausgelöst worden war, ausrücken. Die Einsatzkräfte mussten sich in Hintergöriach in sehr steilem und unwegsamem Gelände vorkämpfen. Weil ein Hubschraubereinsatz wegen der aktuellen Wetterlage nicht möglich war, mussten die Einsatzkräfte zu Fuß zu dem Waldbrand aufsteigen. Rund 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
Einsätze auch in der Stadt Salzburg und im Flachgau
Gegen Abend zogen auch über die Stadt Salzburg und den Flachgau mehrere Unwetter. In der Landeshauptstadt wurden 13 Einsätze, im Flachgau 14 Einsätze registriert.