Nicht die Wespen haben sich verändert. Die Tiere sind wegen der Hitze einfach aktiver. Das sagt Insektenforscher Patrick Gros vom Haus der Natur: „Wenn das Wetter schön ist, sind diese Tiere einfach aktiv und der Mensch ist aktiv wir sind viel mehr draußen und weniger angezogen und da ist die Wahrscheinlichkeit, gestochen zu werden natürlich viel höher.“
Deutlich mehr Einsätze nach Insektenstichen
Das macht sich auch bei den Einsatzkräften bemerkbar. Das Rote Kreuz musste heuer im Juli sechsmal häufiger zu Notfällen nach Wespen-, Bienen- oder Hornissenstichen ausrücken als im Juli 2025. Der Anstieg schwerer Krankheitsbilder ist dabei besonders auffällig. Viele der Notrufe kamen von Patientinnen und Patienten, die nach einem Stich Beschwerden mit dem Atmen, Schlucken oder dem Herzen hatten und deshalb dringend Hilfe brauchten.
Wespen noch bis in den Herbst unterwegs
Und für manche Menschen kann ein Stich lebensgefährlich werden. „Bei einer schweren allergischen Reaktion zählt jede Minute. Wichtig ist, die Symptome richtig zu erkennen und sofort Erste Hilfe zu leisten“, betont Solveig Michler, Teamleitung Erste-Hilfe-Kurswesen im Roten Kreuz Salzburg. „Wer unsicher ist, sollte nicht zögern, den Notruf zu wählen – im Zweifel lieber einmal zu oft als zu wenig.“
Innerhalb weniger Minuten können allergische Reaktionen auf Insektenstiche auftreten. Sie reichen von Hautausschlägen und Schwellungen bis hin zu Atemnot oder Kreislaufproblemen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem anaphylaktischen Schock, der eine akut lebensbedrohliche Situation darstellt. Auch Personen ohne bekannte Allergie können plötzlich betroffen sein.
Die Wespen bleiben uns laut Gros jedenfalls noch bis in den Herbst erhalten. Das Rote Kreuz rät deshalb, Warnzeichen nach einem Stich ernst zu nehmen.