Die Festspiele sorgen Jahr für Jahr für volle Plätze, Gassen und Kassen. Mitte nächster Woche kommen dann noch knapp 30.000 Fußballfans dazu. Die Stadt spricht von einer Ehre, Austragungsort für den Supercup zu sein, richtet mitten in der Altstadt Fan-Zonen und ein gigantisches Public-Viewing ein, so Jochen Höfferer, Event-Manager im Magistrat: „Die Fußballfans, die kommen, sind vielleicht die Festspielfans von morgen."

Viele, die in der Altstadt wohnen, sehen das völlig anders. Dass Stadt und Land für das Fan-Fest 400.000 Euro ausgeben, verstehen sie nicht.

Zwei Fanzonen für UEFA-Supercup geplant

Nächste Woche wird Salzburg Schauplatz des UEFA-Supercups zwischen Paris Saint-Germain und Aston Villa aus Birmingham. Das Spiel in Klessheim ist bereits ausverkauft. Für Interessierte wird es aber gleich zwei Fanzonen in der Salzburger Altstadt geben. Diese sind in die jeweiligen Fangruppen getrennt.

Auf dem Alten Markt wird die Zone für die Fans von Paris St. Germain eingerichtet, die Anhänger von Aston Villa versammeln sich auf dem Kapitelplatz. Am Residenzplatz wird eine große Leinwand für die Live-Übertragung des Spiels aufgebaut. Das alles ginge laut Anrainerinnen und Anrainern auch außerhalb der ohnehin schon überlaufenen Altstadt, etwa beim Stadion in Klessheim. Außerdem seien sie zum Teil nicht ausreichend informiert worden. Höfferer sieht das anders: „Wir sind im Dialog mit den Firmen, mit den Unternehmen, aber auch mit den Bewohnern und Bewohnerinnen. Wir wissen, dass es eine Belastung ist, aber es ist meiner Meinung nach eine schöne Belastung.“

Sicherheitskonzept mit Sperren

Direkter Anrainer am Kapitelplatz ist die Erzdiözese Salzburg. Domdechant Johann Reißmeier wohnt dort und spricht von Belastungen und viel zu vielen Veranstaltungen in der Altstadt. Er kritisierte: „Der erste Problembereich ist Lärm – Dauer des Lärms – Intensität des Lärms. Der zweite Problembereich ist die Zufahrt für die Altstadtbewohner. Und der dritte Bereich ist die Frage von Verschmutzungen: Wenn ich nur als Beispiel nennen darf: Der Innenhof hier in dem Objekt Kapitel Platz eins. Das ist dann bei gewissen Veranstaltungen wie eine öffentliche Toilette.“

70 private Sicherheitskräfte und eine nicht genannte Zahl an Polizistinnen und Polizisten werden kommenden Mittwoch im Einsatz sein. Christian Morgner vom Magistrat Salzburg dazu: „Wir haben zusätzlich noch Sperren aufgebaut, dass wir keine Autos haben, die uns in die Menschenmengen reinfahren können. Wir sind sicher sehr gut aufgestellt.“