Die Gemeinde will die Felsentherme langfristig absichern. Deshalb soll der Tourismusverband 49 Prozent der Anteile übernehmen und 100.000 Euro zuschießen. Der Finanzreferent des Tourismusverbands, Thomas Tscherne, hält das für verfrüht.
Er fordert zuerst eine unabhängige Prüfung der Finanzen. Er sagt, angeforderte Unterlagen seien ihm trotz mehrfacher Nachfrage nicht vorgelegt worden: „Und wenn dann noch angefragt wird, dass zu 100.000 Euro für heuer noch unmittelbar geleistet werden sollen und wir da erhebliche Schulden übernehmen sollen, da reden wir von einem Millionenbetrag, indem man 50 Prozent der Gesellschaft übernimmt und dann keine Auskünfte bekommt, wie weit es da mit einer Vertrauensbasis steht.“
Bürgermeister bestreitet die Vorwürfe
Tscherne kritisiert außerdem einen Vertrag zwischen der Felsentherme und einem Hotel. Er hält ihn für wirtschaftlich nachteilig. Bad Gasteins Bürgermeister Norbert Ellmauer (ÖVP) weist die Vorwürfe zurück: „Die Vorwürfe, die da geschildert werden, sind zum Großteil unwahr, zum Großteil falsch, basierend auf Vermutungen und falschen Kalkulationen und ich will da jetzt gar nicht näher darauf eingehen. Fakt ist, dass sich die zuständigen Gremien damit befassen werden, das ist der Aufsichtsrat und die Gesellschafter.“
Wie es mit der geplanten Beteiligung des Tourismusverbands und dem Zuschuss weitergeht, dürfte sich erst nach dieser Prüfung entscheiden.