Schon seit drei Jahren will die Stadt Salzburg den provisorischen Kreisverkehr an der Kreuzung Moosstraße – Nußdorferstraße zu einem dauerhaften umbauen. 600.000 Euro soll der neue Kreisverkehr die Stadt kosten. Unter dem Asphalt verläuft allerdings eine Stromleitung zwischen der Stieglbrauerei und deren Privatkraftwerk Pulvermühle am Almkanal – und liegt den Bauarbeiten im Weg. Seit mehr als 120 Jahren bezieht die Brauerei in Maxglan selbst erzeugten Strom vom Almkanal.

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Stiegl: „Gespräch gesucht, Lösung gefunden“

Die 40.000 Euro für die Verlegung der Starkstromleitung wollte das Unternehmen ursprünglich nicht bezahlen und hatte angekündigt, eine entsprechende Entscheidung des Landesverwaltungsgerichtes bekämpfen und vor das Höchstgericht bringen zu wollen. Davon wolle man nun doch absehen, sagt Stiegl-Chefbraumeister Christian Pöpperl: „Ich denke, das Wichtigste ist, dass wir das Gespräch gesucht haben und dass wir jetzt eine Einigung mit der Stadt erzielt haben. Wir werden künftig auch früher auf die Stadt zugehen und versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden.“

Dankl: „Stadt ist kein Geldesel“

Dass sich damit nun der Weg der Streitparteien zum Höchstgericht erübrigt, freut auch den ressortzuständigen Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl (KPÖ): „Es war tatsächlich wichtig, dass man den Austausch pflegt, dass man sich nicht nur vor Gericht trifft. Aber es braucht natürlich schon immer diese Rechtsklärung, damit man weiß, wie man in der Zukunft dran ist und damit nicht andere Firmen auf die Idee kommen, dass die Stadt als Geldesel herhalten und überall dazuzahlen muss.“

Nach Einigung: Kreisverkehr-Umbau kann starten

Die Übernahme der 40.000 Euro Baukosten für die private Stromleitung hätte für den Magistrat millionenschwere Folgekosten etwa für sämtliche Gas-, Strom- oder Fernwärmeleitungen nach sich gezogen, so Dankl. Die Arbeiten an dem Kreisverkehr sollen jedenfalls erst nach Abschluss der Baustelle beim Neutor begonnen werden, verspricht der ressortzuständige Vizebürgermeister.