Acht Brücken führen durch die knapp drei Kilometer lange Glasenbachklamm. Seit Jahren sind sie schwer marod, das Betreten ist eigentlich verboten. Die Gemeinde Elsbethen wollte die Wege und Brücken schon länger sanieren. Bisher fehlte dafür jedoch die rechtliche Grundlage.

Glasenbachklamm: Sanierung ab Herbst

Dreijährige Verhandlungen

Nach rund drei Jahren Verhandlungen ist jetzt aber die Einigung mit allen 18 Grundeigentümern komplett, sagte der Elsbethener Bürgermeister, Matthias Herbst (ÖVP): „Wir haben es geschafft, dass jetzt alle Grundeigentümer unterschrieben haben und haben das Gehrecht für die Glasenbachklamm bekommen. Somit können wir jetzt in die Sanierung des Weges und vor allem der Brücken, die zum Teil sehr baufällig sind, starten.“

800.000 Euro für Sanierung

800.000 Euro hat die Gemeinde für die Sanierung eingeplant. Losgehen soll es im September — zunächst mit jenen drei Brücken, die am stärksten beschädigt sind, so Herbst: „Da werden die Tragwerke und zum Teil auch der Unterboden erneuert und die Brücken werden zur Gänze ausgetauscht – hier entstehen komplett neue Brücken.“

Arbeiten über mehrere Jahre geplant

Bis zum Spätherbst sollen diese Arbeiten erledigt sein. Bereits in den vergangenen Wochen wurden in der Klamm erste Sicherungsmaßnahmen wie kleinere Instandsetzungsarbeiten sowie Felsräumarbeiten durchgeführt. Die Sanierung der restlichen Brücken folgt in den kommenden beiden Jahren. Für die Durchführung der Bauarbeiten wird die Klamm voraussichtlich nochmals vorübergehend gesperrt werden müssen, teilte die Gemeinde mit. Die vollständige Wiederöffnung der Glasenbachklamm rückt dennoch wieder in greifbare Nähe.

Radfahrverbot weiter aufrecht

Die zwischen der Gemeinde und den Grundeigentümern abgeschlossenen Dienstbarkeitsverträge umfassen ausschließlich ein Gehrecht. Ein Fahrtrecht war nicht Bestandteil der Vereinbarungen. Das von den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern ausgesprochene Radfahrverbot bleibt daher weiterhin uneingeschränkt aufrecht.